Schlagwort-Archive: Union Berlin

Umfrage – Erwartungen an das neue Jahr


Veröffentlicht am 29. Dezember 2015

Bemerkenswerte Persönlichkeiten unserer Zeit, die weit über ihren Beruf und ihre Berufung hinaus der Gesellschaft und dem Sport auf unterschiedliche Art und Weise vorbildlich dienen, lassen zum Jahresausklang die Leser von Magath & Fußball teilhaben an ihrem ganz persönlichen Blick in das Jahr 2016. Ihre persönlichen Wünsche und auch jene für unser Land sowie ihre Erwartungen in Sachen der kommenden Fußballeuropameisterschaft finden sich nachfolgend zur Lektüre. Weiterlesen

Das Buch zum Bau


Veröffentlicht am 13. Oktober 2015

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Wie die Alte Försterei neu entstand

„Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.“
(Friedrich Schiller, Die Glocke)

Am Horizont dämmert das Weihnachtsfest, Supermärkte befeuern die Kunden trotz eines schönen Spätsommers schon längst mit Stollen und Zimtsternen. In guter Tradition und in früher Voraussicht bietet Magath & Fußball auch für 2015 wieder Tipps für den Gabentisch. Heute die erste Empfehlung. Fußball und Klassiker passen manchmal zueinander, man muss nur hinschauen. In Schillers Glocke wird die Tat der Arbeit besungen und das geschaffene Werk gelobt. Im Mittelpunkt großer Literatur steht der Mensch, grandiose Romane handeln von bedeutenden Taten. Auch Biographien und Sachbücher vermögen es des Öfteren, einen Sog zu erzeugen, der den Leser und Betrachter auf die Seiten zieht, diesen an Texte und Bilder bannt. Ein solches Faszinosum ist das bereits 2009 im kleinen aber feinen Berliner Verlag „edition else“ erschienene „Buch zum Bau“. Es handelt vom Fußball, obwohl darin der Ball nicht rollt, Trainerstimmen stumm bleiben, Profis nicht die Hauptrolle spielen, selbst Funktionäre das elegante Stilmittel der Zurückhaltung beherrschen. Die Hauptrolle auf der Bühne dieses Buches wird denen überlassen, deren Anwesenheit und Notwendigkeit den Fußball erst zu einem Fest und Ereignis machen. Weiterlesen

Gemeinsam kämpfen


Veröffentlicht am 11. Juli 2015

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Am 5. Februar erhielt Benjamin Köhler von seinem Arzt eine der schrecklichsten Diagnosen, die man nur bekommen kann, denn bei ihm war Krebs festgestellt worden. Ich vermag mir kaum vorzustellen, wie es ihm in den ersten Tagen danach ging. Und ich kann nur ahnen, wie schwer es für seine Mannschaftskameraden war, einen angemessenen Umgang damit zu finden.

Umso bewegter war ich, als ich zwei Tage nach der niederschmetternden Diagnose ihre Aktion für den kranken Kollegen sah. In der siebten Minute des Heimspiels gegen den VfL Bochum nutzten sie eine Spielunterbrechung und liefen vor der Tribüne zusammen, um Köhler ihre T-Shirts unter den Trikots zu zeigen. Dort war eine Sieben zu sehen, seine Rückennummer, dazu trug das Team ein Spruchband mit dem Slogan: „Eisern bleiben, Benny!“

Ich fand die Aktion sehr bewegend, wie wohl alle, die sie gesehen haben. Sie zeigt mir auch, was im Fußball möglich ist. Die Spieler von Union bewiesen auf außergewöhnliche Weise ihre Anteilnahme und gaben ein Beispiel dafür ab, wie man als Mannschaft mit einem solch schweren Thema umgehen sollte. Dass man sich nicht von einer schweren Krankheit einschüchtern lässt. Dass man nicht kleinlaut herumdruckst, sondern dem Teamkollegen laut und deutlich die Unterstützung zeigt.

(Thomas Hitzlsperger, 11Freunde #164, Juli 2015)

Vernunft und Solidität


Veröffentlicht am 3. Juni 2015

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Ein Interview mit Union-Präsident Dirk Zingler

Dirk Zingler führt den 1. FC Union Berlin seit dem 1. Juli 2004 als Präsident. Damals spielten die Berliner noch in der Regionalliga und stiegen am Saisonende sogar in die Oberliga ab. Der danach folgende Union-Aufstieg bis in Liga zwei und der Stadionbau der Fans an der Alten Försterei sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Kurz vor Saisonende stellte sich Dirk Zingler den Fragen der Deutschen Presseagentur (dpa). Hier gibt es das Interview in voller Länge. Weiterlesen

Werteorientierte Vereinsführung


Veröffentlicht am 26. April 2015

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„Der 1. FC Union Berlin ist ein Paradebeispiel sozialen Engagements und der werteorientierten Vereinsführung. Das Miteinander mit den Fans, das jährliche Weihnachtssingen – um nur ein Beispiel zu nennen – der Umgang mit den Spielern und auch der große Lokalbezug in Berlin haben uns sehr inspiriert.“

(Christoph Glaser, Geschäftsführer World Forum for Ethics in Business, Gastbeitrag Stadionheft 1. FC Union Berlin e.V., 26. April 2015)

Blick aufs Management


Veröffentlicht am 22. Februar 2015

imago18184298m_c„Bundesliga-Manager gehören in Deutschland zu den unqualifiziertesten Personen im oberen Management. Sie sind meist schlechter qualifiziert als die Trainer. Dass sie teilweise ehemalige Spieler sind, ist mir als Qualifikation zu wenig. Das würde es in der freien Wirtschaft nicht geben.“

(Dirk Zingler, Präsident 1. FC Union Berlin, Fan-Treffen, Mai 2014)

imago12089335m_c„Wir müssen morgen und übermorgen noch mehr den Fokus auf die Qualität der Manager legen. Die Trainer stehen ja immer sehr schnell im Mittelpunkt. Die entscheidenden Fehler passieren im Verein aber vor allem durch die Manager, die diese Vereine führen.“

(Edmund Stoiber, Doppelpass Sport1, 21. Dezember 2014)

„Mäcki“


Veröffentlicht am 24. Oktober 2013

Reinhard Lauck (DDR)

Reinhard Lauck

Ein Fußballer aus der Lausitz

Auf den Straßen Berlins ein sterbender Olympiasieger. Manches Leben erweist sich in seinem Ende als Katastrophe von biblischem Ausmaß. Das Jahr 1997 neigte sich, der Oktober war nicht goldig, eher kühl und abweisend. Sprache der Ämter fröstelt, wenn sie uns Menschen greift. Lapidar heißt es im Polizeibericht „eine hilflose Person mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße“. Gefunden in einer Häuserecke, sehr viel Alkohol im Blut und kein erwachen aus dem Koma. Eine Notoperation konnte dieses Leben nicht mehr retten, wenige Tage nach Einlieferung in die Klinik war Reinhard Lauck tot. Weiterlesen