Schlagwort-Archive: Vater

Rückblick auf den Sir


Veröffentlicht am 2. Dezember 2015

„Ich tat alles, um Sir Alex Ferguson zu gefallen. Du wolltest unbedingt sein „gut gemacht“ verdienen. Du wolltest für ihn spielen; du wolltest für ihn gewinnen; du wolltest alles für ihn tun. Er hatte eine Präsenz und du warst enorm von ihm eingeschüchtert, aber zur gleichen Zeit war er wie dein Vater.“

(Darren Fletcher, Interview, grahamhunter.tv, 22. Oktober 2015)

Letzte Begegnung mit einem Schachspieler


Veröffentlicht am 12. November 2015

ZEIT-Reporter Ulrich Stock über Helmut Schmidt

Der Anruf kommt meist am Montag oder Dienstag, mitten in der Hauptproduktionszeit. Wenn ich die Nummer auf dem Display meines Telefons sehe, weiß ich schon, worum es geht. Das Büro von Helmut Schmidt. Ob ich Lust hätte auf eine Partie, gleich jetzt? Lust habe ich immer, und wenn der Herausgeber ruft, müssen andere Dinge eben zurückstehen. Sein Büro liegt auf der anderen Seite des Pressehauses. Eine seiner Vorzimmerdamen geleitet mich zu ihm, den ich hinter seinem Schreibtisch nur schemenhaft erkenne. „Rauchen Sie?“ Er streckt mir sein Etui entgegen. Ich lehne dankend ab. Dann zieht er ein winziges Brett hervor, was mich überrascht. Ein großer Schachspieler muss doch ein großes Brett haben! Weiterlesen

Rückschau


Veröffentlicht am 30. Dezember 2014

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Fußball 2014 kam in voller Fahrt

Auf der Strecke geht unendlich viel verloren, Ruhm und Schmach haben kaum noch Zeit, sich in die Köpfe zu setzen. Das Karussell Fußball dreht immer schneller, der Zirkus verschlingt oft die Manege, Spiele geben sich im Tagestakt die Klinke in die Hand. Haften bleibt der Weltmeister. Mehr geht auch am Jahresende nicht. Das funkelt auch in der Erinnerung. Wer denkt noch an Geschlagene und Plätze? Deutschland hat das Ding aus Südamerika geholt. Einmalige Leistung. Bei den gut geführten Nachwuchszentren, vielen seriösen Clubs und einer funktionierenden Liga wird es nicht der letzte deutsche Titel bleiben. Die anderen hecheln nur noch hinterher. Weiterlesen

Wenn die Söhne mit dem Vater


Veröffentlicht am 29. November 2014

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Zinédine Zidane und sein persönliches Fußballquartett

Im Meer der Nachrichtensaat des Weltfußballs nur ein kleines Korn, aber aus was für einem Speicher! Enzo Fernández, mit vollem Namen Enzo Alan Zidane Fernández, wurde am 16. November 2014 beim 2:1-Sieg von Real Madrid Castilla im Ligaspiel gegen UB Conquense in den Schlussminuten eingewechselt und gab damit im Alter von 19 Jahren sein Punktspieldebüt bei den Madrilenen. Sein Trainer ist ein Mann mit einem der größten Namen des Weltfußball und im Hauptberuf auch noch der Vater von Enzo, kein geringerer als Zinédine Zidane. Real Madrid Castilla ist die Talentschmiede und zweite Mannschaft des spanischen Fußballclubs Real Madrid, die dem eigenen Nachwuchs als Anlaufstätte zum ersten Team dient. Man spielt gegenwärtig in der dritthöchsten Spielklasse des spanischen Fußballs, der Segunda División B. Seit Saisonbeginn 2014/15 ist Vater Zidane dort Cheftrainer. Die „10“ im Team trägt Enzo, eine Nummer, die dem Vater durchaus bekannt sein sollte. Weiterlesen

Vom Brett zum Mittelkreis


Veröffentlicht am 31. Juli 2014

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Schachweltmeister Magnus Carlsen und die Liebe zum Fußball

Wenn sich die Gelegenheit bietet, tritt er gegen den Ball. Die Geschichte mit dem Vater hinterm Haus war schön und ist sattsam bekannt aber irgendwann wird diese Welt natürlich zu klein. Inzwischen ist er ausgezogen, um Schachweltmeister zu werden, was ihm in blendender Manier gelang und auf die legendären Gipfel von Aljechin, Fischer und Kasparow katapultierte, mittlerweile darüber hinaus. Weiterlesen

Was ist los bei Barca?


Veröffentlicht am 14. April 2014

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„Die Menschen sollten nicht zornig auf die Mannschaft oder den Trainer sein. In Barcelona entscheidet seit vier Jahren nicht mehr der Trainer. Martino tut, was er kann. Aber es ist sehr schwierig, wenn man etwas beschließen will und die Clubspitze einen nicht gewähren lässt. Die Fehler werden in der Vereinsführung gemacht. Neymar ist ein Opfer des Geldes, seines Vaters und des Clubs. Ein 21-jähriger Junge, der sich verbessern kann, dem es aber auch erlaubt sein muss, einmal ein paar Fehler zu machen. Was mit dem Jungen getan wird, ist ungerecht. Vor ein paar Tagen war Messi noch der Beste der Welt und nun soll er der Schlechteste sein? Er ist ein grandioser Fußballer. Warum sollte er das nun nicht mehr sein? Die Leute brauchen immer jemanden, dem sie die Schuld geben können. Die Behauptung, die Spieler hätten ihren Siegeswillen verloren und die Zeit von Barca sei um, ist Schwachsinn, den die Presse schreibt.“

(Johan Cruyff, Interview Marca, 10. April 2014)

Lehrer mit Prinzipien


Veröffentlicht am 25. März 2014

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Ein Trainer geht seinen Weg

Er klingt wie die begehrteste Filmtrophäe der Welt. Nichts ist Óscar Tabárez allerdings ferner als Glamour. Erkenntnis zieht er dem schönen Schein vor. Im Sport wie im Leben hat er es so gehalten. Sein Weg nicht nur von Erfolgen gekränzt. Die Leichtigkeit seines Trainervorbildes César Luis Menotti war ihm fremd, Tabárez stets ein Mann der Arbeit. In Uruguay machte ihn dies zur nationalen Instanz, weit über seinen Sport hinaus genießt er inzwischen hohes Ansehen. Die Uruguayer lieben Óscar Tabárez, für sie ist er „El Maestro“, ihr „Lehrer“. Tabárez war früher wirklich Lehrer. Seine Hand für junge Leute liegt auch in dieser Pädagogenzeit begründet. Längst gilt er als einer der besten Fußballtrainer der Welt. Sein kleines Land machte er zu einer der ersten Adressen des globalen Fußballs. Der zweimalige Weltmeister Uruguay ist wieder wer, wankt nicht mehr unter der Last der Vergangenheit. Alles dank Óscar Washington Tabárez. Weiterlesen

Fußball in den Genen?


Veröffentlicht am 30. Dezember 2013

„Ich denke, dass ich gute koordinative Voraussetzungen hatte, beweglich bin, günstige muskuläre Bedingungen. Woher das kam, das ist mir bis heute ein Rätsel. Weder Vater noch Mutter haben da besonders großes Talent. Meine Mutter hat sowieso keinen Sport getrieben, die hatte das Pech, dass sie in jungen Jahren in die Kriegszeit reingekommen ist. Und mein Vater hat Gitarre gespielt. Fußball – nicht, dass ich wüsste.“

(Felix Magath, Interview Die Zeit, 5. August 2004)

Glück im Leben


Veröffentlicht am 30. Dezember 2013

„Dass mein Vater und meine Mutter aus unterschiedlichen Kulturen kommen und nie zusammengelebt haben, das hat sicher einen Einfluss gehabt auf meine Persönlichkeit. Ich sehe keinen Grund, mich zu verstellen. Ich bin normal. Meine Ambitionen sind ehrenvoll, denke ich. Ich habe Glück gehabt, viel Glück gehabt in meinem Leben.“

(Felix Magath, Interview Die Zeit, 5. August 2004)