Schlagwort-Archive: Verantwortung

Wertschätzung und Respekt


Veröffentlicht am 28. November 2015

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„Ich stehe auf Trainer, die ihren Weg gehen, die sehr streng und einfach Charaktermenschen sind. Ich finde das super. Man ist das auch gewöhnt, wenn man aus England kommt, dass der Trainer alles entscheidet. In Deutschland ist es etwas diplomatischer, mit mehreren Leuten, die da zum Teil eine Rolle zu spielen haben. Ich finde es einfach spannend, ein Felix Magath liefert mehrere Geschichten. Ich finde es gut, wenn ein Trainer seinen Weg geht und wenn es schief geht, geht es auch schief und auf seine Schultern. Davor habe ich Respekt.“

(Kate Abdo, Sky-Chefmoderatorin, BILD Interview, 28. November 2015)

 

Einer trage des andern Last


Veröffentlicht am 18. November 2015

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Warum nicht schon die EM 2016 in ganz Europa austragen?

In neun Städten, an zehn Spielorten, mit 24 teilnehmenden Nationen soll die Europameisterschaft im Fußball bei unseren Nachbarn stattfinden. Hunderttausende Gäste und Fans aus dem Ausland werden im Sommer 2016 in Frankreich erwartet, Millionen Franzosen fiebern dem Ereignis entgegen. Man benötigt in heutiger Zeit wenig Phantasie, um sich unser Nachbarland in einem sicherheitspolitischen Ausnahmezustand vorzustellen. Polizei, Armee und auch die Bürger Frankreichs könnten an die absoluten Grenzen der Belastbarkeit geraten, selbst wenn Stadien zu Festungen ausgebaut und wie Fort Knox bewacht werden. Mit dieser Herkulesaufgabe darf man Frankeich nicht allein lassen. Eine Zeile aus dem Brief des Paulus an die Galater sollte in Fußball-Europa lebendig werden. Das vielbeschworene „Einer trage des andern Last“ könnte die Franzosen bei der EM im nächsten Jahr entlasten. Warum nicht schon dieses Turnier auf breitere Schultern stellen, die Verantwortung und enorme Belastung gemeinsam unter dem europäischen Dach tragen? Damit sendet Europa auch ein starkes Signal der Eintracht in die Welt!

Am 6. Dezember 2012 wurde von der UEFA festgelegt, dass die EM 2020 „in verschiedenen Metropolen Europas“ ausgetragen wird. Könnte dieses Modell nicht schon 2016 funktionieren? Frankreich sollte dabei selbstverständlich die zentrale Rolle beibehalten. Das Eröffnungsspiel, die Halbfinalpaarungen und das Finale müssen natürlich der Grande Nation vorbehalten bleiben. Europa und seine nationalen Fußballverbände haben indes jedoch die Ressourcen und Stadien, um Frankreich zu entlasten, Europas Staaten die nötigen Institutionen, um Sicherheit zu gewährleisten. Es wäre machbar, es wäre ein Schritt in eine große gemeinsame Anstrengung aller Europäer. Man kann sicher Argumente dagegen ins Feld führen. Allerdings gibt es auch gewichtige Gründe, so einen Vorschlag wenigstens in Erwägung zu ziehen und unter Federführung Frankreichs in der UEFA zu behandeln. Europa muss Frankreich auch im Fußball die Hand reichen und Frankreich darf im Fall EM 2016 nicht zu stolz sein, selbige auch anzunehmen. Fußball-Europa und Frankreich sollten gemeinsam eine Verteilung der EM 2016 über den gesamten Kontinent in Erwägung ziehen und das Turnier gemeinsam stemmen.

Redaktion Magath & Fußball

Herzenssache


Veröffentlicht am 22. September 2015

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„Als Spieler geht es eher. Wenn man aber als Trainer Verantwortung trägt, sollte man sich möglichst von Emotionen freimachen. Sympathie oder Antipathie darf nicht die Grundlage einer Trainerentscheidung sein. Denn wenn man emotional entscheidet, glaube ich, liegt man häufiger daneben, als wenn man versucht, rational an die Sache heranzugehen. Natürlich können Sie Emotionen nie ganz ausschalten, aber deswegen ist es umso wichtiger, sich von ehemaligen Vereinen zu lösen. Selbstverständlich kann ein Verein eine Herzenssache sein, diese wechselt man auch nicht alle zwei Jahre. Bei mir ist das nicht anders. Meine Herzenssache war immer der HSV. Während eines Engagements stand ich allerdings auch immer absolut zu meinem jeweiligen Verein.“

(Felix Magath, Interview Main-Echo, 22. September 2015)

Bewusstsein für Verantwortung


Veröffentlicht am 21. August 2015

„Im modernen Fußball kann der Promistatus eines Spielers die Macht des Trainers beschädigen. Als ich selbst noch aktiv war, hätte man es niemals gewagt, auch nur das leiseste Wort gegen einen Trainer fallen zu lassen. Damit hätte man Kopf und Kragen riskiert. Später erlebte ich häufig, dass Spieler von der Öffentlichkeit und sogar von ihrem Club Unterstützung erhielten. Ein Spieler wird seinem Ärger jedem gegenüber Luft machen, der es hören will. Ein Trainer kann und darf das nicht tun, weil er weit mehr Verantwortung trägt.“

(Alex Ferguson, Meine Autobiographie, Edel Books, 2014)

„Schach kann junge Menschen begeistern“


Veröffentlicht am 21. Januar 2015

Beim futOUR Camp der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung 2014 bringt Michael Thomsen den Jugendlichen die Grundzüge des Schachspiels bei.

Beim futOUR Camp der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung 2014 bringt Michael Thomsen (links) den Jugendlichen die Grundzüge des Schachspiels bei.

Der Barclaycard-Verantwortliche für Soziales Engagement Michael Thomsen im Interview

Michael Thomsen verantwortet seit Mitte 2012 den Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung bei Barclaycard in Deutschland. Dabei entwickelt er neue Projekte und Partnerschaften mit sozialen Einrichtungen und realisiert vielfältige gemeinnützige Aktivitäten. Der 44-jährige Hamburger ist Diplom-Sozialpädagoge und war viele Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in kulturellen und sportlichen Einrichtungen in der Hansestadt tätig. Michael Thomsen ist leidenschaftlicher Fan vom FC St. Pauli und war auch Fanbeauftragter des Vereins. Ebenso leitete er als Geschäftsführer den vom TV-Jounalist Reinhold Beckmann ins Leben gerufenen Verein NestWerk e.V.

Im Interview mit Magath & Fußball spricht Michael Thomsen über die Schulschachinitiative Yes2Chess, das breit angelegte CSR-Portfolio von Barclaycard und seinen persönlichen Bezug zum Fußball. Weiterlesen

Christoph Glaser über Nachhaltigkeit und sein Fußballherz


Veröffentlicht am 3. Januar 2015

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Christoph Glaser ist Geschäftsführer der TLEX GmbH, die weltweit Leadership-Seminare durchführt, sowie Geschäftsführer des World Forum for Ethics in Business (WFEB), dessen Hauptkonferenz in Partnerschaft mit der Weltbank jährlich im Europäischen Parlament stattfindet. Im September 2014 führte das WFEB das erste World Summit on Ethics in Sports im FIFA Hauptquartier in Zürich durch. Christoph Glaser ist ein Leadership-Trainer und Unternehmer und hat in den letzten 14 Jahren Seminare über Mitarbeiterführung, persönliche Entwicklung, Management und Ethik in mehr als 50 Ländern der Welt unterrichtet, unter anderem für Regierungen und Großunternehmen wie beispielsweise Accenture, American Express, Beiersdorf/Nivea, General Electric, Shell und die Weltbank. Seit 2012 ist Christoph Glaser auch mehrfach für Leadership-Trainings an die Harvard Business School in Boston eingeladen worden. Als Vorstandsmitglied der International Association for Human Values engagiert er sich seit vielen Jahren für soziale Projekte, insbesondere für Schulbildung für Kinder in Entwicklungsländern. Christoph Glaser ist gelernter Bankkaufmann und hält einen Master in Public Policy von der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin.

Zu Beginn des Jahres 2015 stellte er sich den Fragen der Redaktion Magath & Fußball, berichtete von seiner spannenden Arbeit und verriet dabei natürlich auch etwas über seine Fußballeidenschaft. Weiterlesen

Eden Hazard


Veröffentlicht am 3. Februar 2014

Eden Hazard

Eden Hazard

„Eden Hazard hat Fortschritte gemacht. Seine Qualität war immer vorhanden, nun ist auch eine hohe Effektivität hinzugekommen und das richtige Defensivverhalten. Er arbeitet mittlerweile sehr hart für das Team. Er ist nicht der Spieler der nur eine gewisse Zeit auf dem Platz wirkt und dann für 30 Minuten aus dem Spiel verschwindet. Er versucht die gesamte Zeit Einfluss auf unser Spiel zu nehmen und übernimmt dabei auch Verantwortung.“

(José Mourinho, Pressekonferenz, London, 10. Januar 2014)

Verantwortung


Veröffentlicht am 7. Januar 2014

„Wenn es nicht läuft, kommt der nächste Trainer, und danach wie­der der nächste, und so weiter. Der Präsident dagegen bleibt, der Manager auch, alle im Club bleiben. Der Trainer ist der Sündenbock, über ihn wird schlecht gesprochen, der kann sich ja auch nicht mehr wehren. Alle sind dann zufrieden, weil sie einen Schuldigen haben. Aber wozu führt das? Der Verein bleibt dort, wo er war, er entwickelt sich nicht weiter. Manchmal frage ich mich, welche Verantwortung Manager eigentlich tragen. Die wollen immer mitentscheiden, aber wenn es nicht läuft, geht es immer gegen den Trainer. Wenn einer mal käme und sagen würde: Ich will dich, du kommst, und wenn es nicht funktioniert, gehen wir beide – dann würde ich sagen: sofort!“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)

„Beim HSV muss sich Grundlegendes ändern“


Veröffentlicht am 25. August 2013

„Es waren weniger die jüngsten Tage, sondern die vergangenen Wochen und Monate, in denen der HSV an Reputation verloren hat. So, wie sich der Verein dargestellt hat, hatte kaum jemand Spaß, dem der HSV am Herzen liegt. Ich kenne die Meinung von Klaus-Michael Kühne ich habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der HSV-Fan ist, dem der HSV sehr am Herzen liegt. Und der mit der gegenwärtigen Situation nicht einverstanden ist. Ohne Geld wird der HSV nicht auf die Füße kommen. Und wer das Geld bringt, sollte auch das Sagen haben. Ich glaube, nur Herr Kühne kann den HSV retten.“

„Es muss sich etwas Grundlegendes ändern. Ich sehe keine klare Struktur. Ein Verein wie der HSV ist nur in die Spitze zu führen, wenn es eine breite Unterstützung für die Clubführung gibt und nicht jeder seine eigene Politik betreibt. Ich habe den Eindruck, dass man sich nicht so richtig einig ist. Meiner Meinung nach muss sich der ganze Club neu aufstellen. Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, braucht Rückendeckung aus dem Verein und durch die Gremien. Ich weiß noch nicht, was ich machen werde. Ich habe immer gesagt, dass ich eine Aufgabe suche, die mich fordert und interessiert. Ich werde nicht mehr alles annehmen. Und vor allem möchte ich das, was ich verantworten muss, auch entscheiden.“

(Felix Magath, Hamburger Abendblatt, 24. August 2013)