Schlagwort-Archive: Verdienst

Wolken Richtung Paradies


Veröffentlicht am 25. September 2015

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VW Krise könnte in naher Zukunft auch den Fußball berühen

Stürzt ein Riese, klingt das Beben nach. Sämtliche Auswirkungen sind erst erkennbar, wenn sich der letzte Staub längst gelegt hat. Kein Mensch kann heute mit Gewissheit beleuchten, welche Folgen der als „Abgas-Skandal“ apostrophierte Vorgang auf den VW Konzern und die deutsche Gesellschaft haben wird. Das gilt auch für den Fußball. Das VW Imperium ist engmaschig mit dem Fußball verwoben und verästelt, das VW Logo gehört zum Bild dieses Sports. Der amtierende Pokalsieger VfL Wolfsburg wäre ohne die Autobauer nicht lebensfähig. Ein gerüttelt Maß Verdienst des bisherigen VW Bosses Prof. Dr. Martin Winterkorn, vormals ein begeisterter Hobbyfußballer und Torwart in Jugendmannschaften. Seine Fußballleidenschaft behielt er auch bei, als längst die Weihen eines großen Wirtschaftslenkers seine Stirn kränzten. Ein regelmäßiger Zuschauer mit Sporttemperament, verbrachte Winterkorn viel Zeit auf den Ehrentribünen des VfL Wolfsburg und von Bayern München. Meisterschaft und Pokaltitel am Mittellandkanal tragen auch seine Handschrift. Was der Abgang dieses  leidenschaftlichen Fußballfans nach sich zieht, ist nicht zu ermessen. Nachfolger Matthias Müller gilt als Freund des Rennsports, wird aber dennoch nicht umgehend das Fußballkapitel zuschlagen. Der Mann hat im Augenblick auch ganz andere Sorgen, als das Spiel mit dem Ball. Was bringt aber die Zukunft? Weiterlesen

Erste Eindrücke aus der Champions League


Veröffentlicht am 17. September 2015

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Auftaktspieltag der Champions League ein englisches Desaster

Die Premier League ist ein glanzvolles Produkt und lässt Marketingherzen höher schlagen, im Fluss des großen Geldes schwimmt sie allen Ligen davon. Stellen sich die sportlichen Flaggschiffe von Englands Eliteliga der kontinentalen Leistungsschau Champions League, fallen sie dagegen regelmäßig vom Sockel. Dabei hinterlässt der englische Clubfußball den fatalen Eindruck, baldigst einen Schrittmacher für ein ungesund pochendes Fußballherz zu benötigen. Mit Ausnahme von Chelsea, die einen schwachen Gegner Maccabi Tel Aviv mit 4:0 bezwingen konnten, landeten die drei anderen Premier League Glanzlichter blamabel auf dem Bauch. So unterschiedliche Qualität wie Juventus Turin (2:1-Auswärtssieg bei Manchester City), PSV Eindhoven (2:1-Heimsieg gegen Manchester United) und Dinamo Zagreb (2:1-Heimsieg gegen Arsenal London) war vom englischen Trio der großen Namen nicht zu bezwingen. Bedenkenswert. Wie viel Geld wird noch nötig sein und welche Spieler müssen noch auf die Insel, um mit breiter Brust Siege einzufahren? Seit der Abdankung von Sir Alex Ferguson scheint sogar der Kampfgeist aus englischen Teams gewichen. Sich selbst zu genügen ist jedenfalls kein Konzept für sportlichen Erfolg im kontinentalen Wettbewerb. Was am heimischen Herd noch als heißer Tee gelten mag, kommt im internatioanlen Wettbwerb nur noch als kalter Kaffee daher. Weiterlesen

Konsequenz und Fitness


Veröffentlicht am 10. Januar 2014

Konditionstrainer Werner Leuthard und Felix Magath

Konditionstrainer Werner Leuthard und Felix Magath

„Ich bin nicht streng zu den Spielern. Bei mir darf jeder alles, wenn er der Mannschaft hilft. Wenn mir einer sagt, er muss frei­tagabends zehn Bier trinken, um am Samstag ein Tor zu schießen, dann kriegt er die von mir. Aber ich erwarte, dass er Leistung bringt. Und wenn er sie nicht bringt, will ich keine Ausreden hören. Da bin ich konsequent, aber nicht streng. Ich lege Wert auf Disziplin, Ordnung und körperliche Fitness. Leider wird vieles hochstilisiert, das mit dem Medizinball zum Beispiel. Der spielt eine untergeordnete Rolle, macht weniger als ein Prozent meiner Trainingsar­beit aus. Meine Spieler – übrigens auch ein Verdienst meines langjähri­gen Konditionstrainers Werner Leuthard – sind immer die fittesten gewesen, das hat 2006 auch Jürgen Klins­mann bestätigt. Das wir bei unserer Trainingsarbeit kaum verletzte Spieler haben, darüber redet keiner.“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)