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Doppelfunktion


Veröffentlicht am 10. Dezember 2015

„Das Entscheidende ist doch: Welche Macht gibt die Vereinsführung einem Trainer? Sie gibt ihm Macht und nimmt sie ihm. Gegen die Vereinsführung haben Sie als Trainer überhaupt keine Chance. Die sind vor Ort vernetzt, sie kommen von außen. Die bestimmen die Kommunikation. Und die Spieler merken sofort, wenn ein Trainer geschwächt wird. Sie spüren, wer hat Macht, wer hat das Sagen. Deshalb war es eine meiner Stärken, dass ich in Stuttgart, Schalke und Wolfsburg die beiden Funktionen als Trainer und Manager vereinigen konnte. Das war der eigentliche Grund, warum ich beides gemacht habe. […] Durch die Doppelfunktion habe ich bei den Spielern eine große Leistungsbereitschaft erlebt. Weil sie wussten: Der entscheidet auch über Transfers. Das war Teil meines Erfolges. Wenn man diese Macht einem Trainer nimmt, spürten die Spieler das sofort. Hoeneß hat das gemacht, indem er die Spieler hochholte in sein Büro und sie sich ausweinen ließ. Und wenn er ihnen dann sagte, da muss ich doch mal mit dem Trainer reden, hat der Spieler schon gewonnen und der Trainer schon verloren.“

(Felix Magath, Interview FAZ-Sonntagszeitung, 6. Dezember 2015)

Blick aufs Management


Veröffentlicht am 22. Februar 2015

imago18184298m_c„Bundesliga-Manager gehören in Deutschland zu den unqualifiziertesten Personen im oberen Management. Sie sind meist schlechter qualifiziert als die Trainer. Dass sie teilweise ehemalige Spieler sind, ist mir als Qualifikation zu wenig. Das würde es in der freien Wirtschaft nicht geben.“

(Dirk Zingler, Präsident 1. FC Union Berlin, Fan-Treffen, Mai 2014)

imago12089335m_c„Wir müssen morgen und übermorgen noch mehr den Fokus auf die Qualität der Manager legen. Die Trainer stehen ja immer sehr schnell im Mittelpunkt. Die entscheidenden Fehler passieren im Verein aber vor allem durch die Manager, die diese Vereine führen.“

(Edmund Stoiber, Doppelpass Sport1, 21. Dezember 2014)