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Sport und Medien


Veröffentlicht am 23. April 2014

„Wer wissen will, wie es um das Verhältnis zwischen Sport und Medien bestellt ist, darf beim Fußball nicht aufs Spielfeld schauen – ein Blick zur Pressetribüne gibt da mehr her: Samstagnachmittag, 17 Uhr, erste Bundesliga. Spitze Schreie und geballte Fäuste unter Journalisten, wenn »ihr« Verein endlich das 1:0 erzielt, dem Europacup ein wenig näher kommt und damit der ganze Tross den schönen, weiten Reisen. Madrid, Mailand, Manchester. Was dabei herauskommt, nennt man »1:0-Berichterstattung«. Flanke, Kopfball, Tor, Jubel allerorten. Diese Art von Journalismus ist noch die harmloseste Variante einer nicht mehr zu übersehenden Nähe zwischen Sportlern und Reportern, die Zeitungsleser – vor allem aber Fernsehzuschauer – immer häufiger enttäuscht, weil es bei mancher Sportübertragung schlimmer heimelt und tümelt als im Musikantenstadl. Viele Journalisten, hat der BBC-Reporter Declan Hill einmal geschrieben, klammerten sich einfach »verzweifelt an den Glauben, Sport sei eine Art Elysium, in dem Erwachsene wie Kinder spielen.“

(Henning Sußebach, Auszüge: „Von nun an per Sie“ in Die Zeit, 26. Januar 2006)

„Magath hat auf mich gesetzt“


Veröffentlicht am 29. August 2013

imago13930825m_c„Mit mir hat Magath immer sehr viel gesprochen, mein Verhältnis zu ihm war sehr gut. Als mein Vertrag auslief, hat Magath ihn direkt verlängert. Er hat auf mich gesetzt, deshalb hat er bei mir einen Stein im Brett. Magath hat mich auch unterstützt, als ich um eine Ausleihe gebeten habe, weil die Konkurrenz mit Helmes, MandžukićOlić und Dost unglaublich stark war. Das waren echte Bretter. Er fand es gut, dass ich auf ihn zukam.

(Sebastian Polter, Interview Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. August 2013)