Schlagwort-Archive: Verletzungen

Glück


Veröffentlicht am 4. März 2015

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Sie betonen immer wieder, dass man als Fußballer ab und an auch mal Glück benötigt. Wann hatten Sie persönlich – abgesehen davon, dass sie von größeren Verletzungen weitgehend verschont blieben – Glück in Ihrer Karriere?

Lahm: Zum Beispiel hatte ich als junger Spieler in Stuttgart Glück, dass Felix Magath mich aufgestellt hat. Er hat mich damals im Liga-Pokal gegen Dortmund in der Halbzeit gefragt, ob ich auch links hinten spielen kann, weil sich beide Linksverteidiger vor beziehungsweise während des Spiels verletzt hatten. Ich habe ihm geantwortet: „Kein Problem, kann ich machen.“ Das ist dann zwar einerseits Glück, andererseits aber auch wieder meine Entscheidung gewesen. Ich hätte ja auch sagen können: „Nein, kann ich nicht.“ So hat Felix Magath mich dann irgendwann von Beginn an als Linksverteidiger aufgestellt, was ich davor noch nie in meinem Leben gespielt habe.

(Philipp Lahm, Interview Goal.com, 4. März 2015)

Werner Leuthard: Trainingsarbeit im Team Magath


Veröffentlicht am 30. Oktober 2014

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Hallo Freunde des Fußballs,

heute unternehmen wir einen kleinen Ausflug in das „Zeitalter der Aufklärung“. Wir alle kennen mittlerweile den Begriff „Fitness“ (Laut Wikipedia: Zustand des allgemeinen Wohlbefindens).

Durch die Zunahme anglizistischer Termini in der Welt des Sport (Als verbindende Weltsprache im Zeitalter der Globalisierung auch im Sport durchaus wünschenswert.) wurde das ursprüngliche aus der lateinischen Sprache stammende und etablierte Wort „Kondition“ zusehends abgelöst. Hierzu nun ein paar Anmerkungen bezüglich einer Klarstellung in der Verwendung der Begriffe im sportartspezifischen Sinne. Die Begriffe Fitness und Kondition beinhalten eine Vielzahl von Komponenten bezogen auf das biologische System „Fußballspieler“ und erliegen einer unabdingbaren Wechselwirkung untereinander. Dabei beschränke ich mich heute ausschließlich auf den Bereich des „physischen Wohlbefindens“ sowie der „physischen Eigenschaften“. Weiterlesen

Eine Tragödie von vielen


Veröffentlicht am 27. Oktober 2014

Senzo Meyiwa: * 24. September 1987 in Durban, † 26. Oktober 2014 in Vosloorus.

Senzo Meyiwa: * 24. September 1987 in Durban, † 26. Oktober 2014 in Vosloorus.

Verbrechen machen vor der Sportwelt nicht halt

Bewaffnete Raubmörder haben in der Nähe von Johannesburg/Südafrika den 27-jährigen Senzo Meyiwa hingerichtet. Anders kann man den Mord wegen eines Mobiltelefons wohl nicht nennen. Weil Meyiwa sich der gewaltsamen Drohung nicht beugte und die Herausgabe seines Handys verweigerte, wurde er niedergeschossen. Die Verletzungen erwiesen sich als tödlich, auf dem Weg ins Krankenhaus verlor er sein Leben. Die Meldung wäre weder in die Fußballwelt noch zu den Menschen außerhalb Südafrikas vorgedrungen, wenn es sich bei Senzo Meyiwa nicht um den Torwart und Kapitän der Südafrikanischen Fußballnationalmannschaft gehandelt hätte. Er ist Opfer und Zahl in einer unfassbaren Kette von Gewaltverbrechen, die den Alltag in Südafrika bestimmen und die Menschen dort heimsuchen. Laut südafrikanischer Polizeistatistik findet im Land alle drei Minuten ein Einbruch, alle fünf Minuten ein Überfall und etwa alle 30 Minuten ein Mord statt. Eine tägliche Zahl von um die 50 Mordopfer lässt die Menschen in ihrem Grauen abstumpfen. Die Ermordung von Senzo Meyiwa sorgt einen Tag für Schlagzeilen und Aufmerksamkeit, den Fortgang der Gewalt wird sie leider nicht stoppen. Beileid und Mitgefühl gilt der Familie, den Angehörigen und Freunden von Senzo Meyiwa.

Redaktion Magath & Fußball

Lazarett


Veröffentlicht am 28. Mai 2014

Ausfälle als Schatten über der WM-Vorbereitung

Die WM-Trainer fürchten manchen Gegner, ein frühes Scheitern großer Erwartungen und natürlich die finale Blamage. Dagegen kann man trainieren und bis zur letzten Minute arbeiten. Eine Furcht lässt sich nicht wegtrainieren, der verletzungsbedingte Ausfall wichtiger Kräfte. Das Ende manch großer Hoffnung hängt als Damoklesschwert über den Protagonisten des Weltfußballs. Vor dem ersten Anpfiff hat es einige Akteure leider schon erwischt. In manchem Team sind damit langfristige Überlegungen völlig über den Haufen geworfen. Einige Spieler sind eben schwerlich zu ersetzen, Mannschaftsport hin oder her. Gute Fußballer wachsen auch in unseren Zeiten nicht an den Bäumen, füllen aber das Lazarett. Was in den betroffenen Spielern vorgeht mag man nur erahnen, kann es schwer in Worte kleiden. Jeder geht mit persönlichen Katastrophen anders um. Aus dem DFB Kader erwischte es Lars Bender, der es bündig formulierte: „Ein Traum ist kaputt gegangen.“ Eine Verletzung im Oberschenkel zerstörte die WM-Hoffnung des Leverkuseners. Weiterlesen

Felix Magath im Interview – Teil IV


Veröffentlicht am 23. Juli 2013

Liebe Seitenbesucher, Leser, Facebook-Freunde und Fans!

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Auch der vierte und vorerst letzte Teil dieses etwas anderen Interviews birgt wieder einige brisante Fragen, soll aber natürlich nicht das Ende unseres Austauschs hier bei Magath & Fußball gewesen sein. Ein großes Dankeschön für Euer reges Interesse, Eure Bereitschaft zur Teilnahme und viele spannende Themen! Gerne könnt ihr mir im Übrigen auch weiterhin Eure persönlichen Fragen an die Adresse interview@magath.net, via Facebook oder per Post zuschicken. In regelmäßigen Abständen werde ich diese beantworten, versprochen!

Erst einmal aber wünsche ich Euch allen eine schöne Woche und alles Gute!

Bis bald! Euer Felix Magath

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