Schlagwort-Archive: Verlierer

Mutterland am Ball


Veröffentlicht am 27. Dezember 2015

Der Ire Shane Long (rechts) traf beim 4:0-Sieg Southamptons über Arsenal doppelt.

Der Ire Shane Long (rechts) traf beim 4:0-Sieg Southamptons über Arsenal doppelt.

Gunners scheitern beim Sprung an die Spitze – Red Devils rutschen ab

Schnee lässt weiter auf sich warten, die Frühlingsweihnacht vorbei, das Jahr 2015 zur Neige. In deutschen Fußball-Landen muss man in Sachen Erstligafußball auf 2016 warten. Schnee haben sie in England ebenfalls nicht. Aber so sicher wie das Knutschen unterm Mistelzweig an Weihnachten auch noch Fußball. Eben Mutterland des runden Leders. Boxing Day ist angesagt. Arsenal wollte mit einem Auswärtssieg beim FC Southampton Platz eins erobern. Die Saints, in dieser Saison ohne den großen Sprung Richtung Spitze, sollten den Londonern als Stolperstein nicht im Weg stehen. Drei Punkte für die Gunners machbar, die mögliche Tabellenführung ein zusätzlicher Schub. Die nötige Schützenhilfe kam vom FC Liverpool, der besiegte Tabellenführer Leicester City verdient mit 1:0 an der Anfield Road. Christian Benteke hatte es bei den Reds nicht in die Startelf geschafft, kam durch die Verletzung von Stürmerkollege Divock Origi zum Ende der ersten Halbzeit doch noch zum Zug und erzielte Mitte der zweiten Hälfte das goldene 1:0. Glückliche Fügungen im Universum von Jürgen Klopp. Witterung Europa League darf der FC Liverpool auf Platz acht aufnehmen. Besser geht es da dem Verlierer der Partie. Leicester City führt trotz Auswärtsniederlage die Premier League weiter an. Mit 38 Punkten bleibt man auch nach dem 18. Spieltag Tabellenführer. Der Verfolger verspielte seinen Matchball und scheiterte armselig mit dem versuchten Sprung an die Spitze. Schon sind wir wieder bei den Gunners. Weiterlesen

Olympischer Geist entwichen


Veröffentlicht am 30. November 2015

imago21958149m_c

Hamburger Bürger mehrheitlich gegen Olympia

Auch demokratische Entscheidungen lassen Verlierer zurück. Bei allen gewichtigen Gründen der Neinsager, in Hamburg wurde auch ein Stück Zukunft und eine Chance per Wahlurne verspielt. Offensichtlich gibt es in deutschen Vorzeigestädten, wie München und Hamburg, keine mehrheitliche Bereitschaft für die Austragung Olympischer Spiele. Was an der Isar in Sachen Winterspiele passierte, wiederholte sich nun in Hamburg in Sachen Sommerspiele. Die Hamburger gaben beim Olympia-Referendum ein vernehmliches Nein zu Protokoll. Dieses Nein kam von der Mehrheit. Das Ja blieb auf der Strecke. Viele engagierte und fleißige Hamburgerinnen und Hamburger haben sich auf der Befürworterseite für Olympia ins Zeug gelegt. Es gelang ihnen trotz persönlichem Einsatz nicht, den Olympischen Geist unter ihre Mitbürger zu tragen. Den Machern und Helfern ist in ihrer Niederlage zu danken und ihrer Arbeit für Olympia Respekt zu zollen. Sie haben ein gutes Zeichen für Hamburg gesetzt und der Stadt eine Menge internationaler Achtung und Beachtung verschafft. Diesen unlöschbaren Verdienst sollten die nun triumphierenden Olympiagegner bitte nicht vergessen. Weiterlesen

Magie Teamsport und die Art des Denkens


Veröffentlicht am 21. November 2015

imago17875809m_c

„Ich entschied mich für einen Teamsport. Es gibt eine Art von Magie, wenn die Menschen ihre Kräfte vereinen, um eine gemeinsame Idee auszudrücken. Mannschaftssport hat einen Wert, der seiner Zeit voraus ist. Sie können mit elf Spielern aus elf verschiedenen Ländern spielen und bieten dabei eine kollektive Arbeit. Der heutige Sport kann zeigen, was die Welt von morgen sein wird.“

Weiterlesen

Stadtduell beendet Saison in Europa


Veröffentlicht am 25. Mai 2014

Real gewinnt Champions League Titel gegen Atlético

Spielfakten sind kalt wie nüchtern und offenbaren selten das Drama Fußball. Die Chronisten haben es notiert und für die Fußball-Ewigkeit festgehalten, Millionen Menschen verfolgten es mit eigenen Augen: Real Madrid gewinnt seinen zehnten Champions League (Europapokal der Landesmeister) Titel durch einen Sieg gegen den Stadtrivalen Atlético Madrid mit 4:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung. Trainer Carlo Ancelotti bricht den Bann und holt sich den 3. Champions League Titel als Trainer, damit ist er alleiniger Spitzenreiter in dieser inoffiziellen Wertung. In der Nacht von Lissabon war die Batterie von Atlético direkt vor Einfahrt in den Triumphbogen urplötzlich leer, es fehlte ein Wimpernschlag, zu wenig ging noch. Erst da schlug die Stunde von Real. Die Truppe von Diego Simeone hatte die Königlichen so dicht an einer Niederlage wie nur noch der BVB im Viertelfinale. Real schnitt sich in einer üppig portionierten Nachspielzeit vom Strick, buchte das Glück des Tüchtigen wie der Uhr und hatte in der Verlängerung eine Schippe mehr drauf. Dann verdient gewonnen, im Ergebnis aber zu drastisch. Glückwunsch dem Sieger, der nicht in Hochmut verfallen sollte und Respekt dem Verlierer, der nicht in Asche gehen muss. Nun wird man in Madrid von Dach zu Dach jubeln wie weinen, so klein ist oft die Welt und so froh wie bitter die Herzen die darin schlagen. Ist der Pulverdampf über Europas neu besetztem Fußballthron verzogen zieht die Karawane weiter, der Zielort längst bekannt: Copa do Mundo FIFA de 2014 Brasilien.

Redaktion Magath & Fußball

Wembley III – Alles auf Anfang


Veröffentlicht am 26. Mai 2013

Jupp Heynckes, Vater des Sieges, Triumphator. Chapeau dem Mann aus Mönchengladbach. Ironie der Fußballgeschichte: Immer wenn er die Champions League gewinnt, muss er den Trainerstuhl räumen. Don Jupp hinterlässt seinem Nachfolger Pep Guardiola die beste Mannschaft Europas, ein funktionierendes Spitzenteam, ein perfekt bestelltes Haus. Weiterlesen