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Kein Esel


Veröffentlicht am 22. August 2014

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„Wenn ich 55 Minuten lang Autogramme gegeben habe, muss ich nicht auch noch irgendwo posten: War ein toller Tag heute. […] Ich bin froh, dass die Leute in meinem Umfeld nicht so fanatisch sind. Meine Eltern haben mich zwar immer zum Training gefahren, sich aber dann ins Vereinsheim gesetzt und Kaffee getrunken. Sie sind heute noch bei den Heimspielen. Sie fragen anschließend nur, ob ich Spaß hatte. Wenn ich Ja sage, war es ein guter Tag. […] Mein Lieblingsspieler war immer der Engländer Steven Gerrard. Der lief immer schon jedem Ball hinterher, mit großen Schritten. Er war vielleicht nicht der begnadetste Fußballer, aber überall auf dem Platz präsent, hat gegrätscht und gekämpft. […] Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Das versichere ich Ihnen. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will. Ganz generell, ich sage das nicht mit Blick auf einen bestimmten Verein, fühle ich mich in dem Geschäft manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich. […] Ich bin kein anderer Mensch als vorher. Ich achte genau darauf, dass mir keiner unterstellen kann, ich sei arrogant. Ich habe dazugelernt. […] Weltmeister, das ist nicht vergänglich. Wahrscheinlich kann ich mich noch mit 40 in ein TV-Studio stellen und von damals reden – vorausgesetzt, ich verkaufe mich nicht wie ein Esel.“

(Christoph Kramer, Interview Auszüge Der Spiegel, 18. August 2014)

Quo vadis, Nationalelf?


Veröffentlicht am 3. Juni 2014

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„Der deutsche Fußball ist in den letzten Jahren sehr weit nach vorne gekommen, was die individuellen Möglichkeiten seiner Spieler betrifft. Wenn ich diese Qualität, die sich auch im Vereinsfußball widerspiegelt, auf die Nationalelf übertrage, ist herzlich wenig dabei rausgekommen. So geniale Einzelspieler, solch eine tolle Mannschaft! Aber haben wir mit Jogi Löw einen Titel gewonnen? Nein! Werden wir mit ihm einen Titel gewinnen? Nein! Und dieser Mensch hat bereits jetzt einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Ja, wo gibt’s denn so was? In einem leistungsorientierten Land! Nicht zu begreifen für mich.“

(Horst Ehrmantraut, Interview 11Freunde, Ausgabe März 2014)

Felix Magath vor Partie gegen FC Everton


Veröffentlicht am 28. März 2014

„Wir wissen, das 5:0 im Etihad Stadium zu Manchester war ein bisschen viel. Aber gegen eine so gute Mannschaft wie Manchester City, wenn Sie auch selber noch einen Mann weniger haben, besitzen Sie nur noch sehr wenige Chancen. Niemand hat erwartet, dass wir einen Sieg bei Man City einfahren und so denke ich, haben wir diese Niederlage verarbeitet und freuen uns nun auf die Partie gegen Everton. Gegen Everton hatten wir hier im Craven Cottage immer gute Ergebnisse erzielt, wir sind zuversichtlich, was die kommende Partie anbelangt. Everton ist in guter Form, so dass es für uns am Sonntag ein schweres Spiel werden wird. Sie haben eine gute Mannschaft und der Manager hat dort einen sehr guten Job gemacht. Ich schaue nicht auf die anderen Teams in unserer Tabellenregion. Wir treten an, um unsere Spiele zu gewinnen, sonst haben wir auch keine Chance, in der Liga zu bleiben. Mich interessiert nur unser nächstes Spiel gegen Everton und dieses wollen wir gewinnen. Wir müssen gewinnen, denn wir haben einige Punkte Rückstand. Ich bleibe weiterhin überzeugt, dass wir in der Liga bleiben. Kostas Mitroglou wird auch am Sonntag nicht dabei sein. Er ist nicht glücklich darüber, was auch völlig normal ist für einen Fußballspieler. In einer Karriere haben sie manchmal eben langwierige Verletzungen. Mit Mahamadou Diarra hat der Club nun wieder einen Spieler unter Vertrag, der sehr erfahren ist und außerdem ein sehr guter Fußballer. Mit seiner Erfahrung hilft er uns beim Spielaufbau, kann unserem Spiel nach vorn Impulse geben.“

„Ich bin glücklich hier, denn ich mag Aufgaben, die auf den ersten Blick unlösbar erscheinen. Mir war von Beginn klar, dass ich nicht viel Zeit habe und dass die Transferperiode vorüber ist, so dass ich ausschließlich mit Spielern arbeiten muss, die lange nicht gewonnen haben. Ich wusste doch von Anfang an, dass es eine schwere Aufgabe ist. Eigentlich ist unsere Situation leicht, wir müssen einfach nur gewinnen.“

(Felix Magath, Craven Cottage, London, 28. März 2014)

Spieglein, Spieglein an der Wand…


Veröffentlicht am 9. März 2014

„Häufig kam es bei Real vor, dass die Spieler noch vor der Partie vor dem Spiegel Schlange standen, und das, während der Schiedsrichter bereits im Spielertunnel auf sie wartete.“

„Wie kann ich meine Spieler im Bus davon abhalten, ähm, wie nennt man das? Twitter und diese Dinge? Wie kann ich sie stoppen, wenn meine Tochter und mein Sohn dasselbe tun?“

„Früher wollten die Spieler bis zum Ende ihrer Karriere viel Geld machen. Aber heute wollen die Leute, die die Spieler umgeben, die Akteure reich machen, noch bevor sie ihren ersten Vertrag unterschrieben haben. Also wenn sie noch nicht einmal ein Spiel in der Premier League oder in der Champions League absolviert haben.“

(José Mourinho, Interview Esquire, Ausgabe März 2014)

„Magath hat auf mich gesetzt“


Veröffentlicht am 29. August 2013

imago13930825m_c„Mit mir hat Magath immer sehr viel gesprochen, mein Verhältnis zu ihm war sehr gut. Als mein Vertrag auslief, hat Magath ihn direkt verlängert. Er hat auf mich gesetzt, deshalb hat er bei mir einen Stein im Brett. Magath hat mich auch unterstützt, als ich um eine Ausleihe gebeten habe, weil die Konkurrenz mit Helmes, MandžukićOlić und Dost unglaublich stark war. Das waren echte Bretter. Er fand es gut, dass ich auf ihn zukam.

(Sebastian Polter, Interview Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. August 2013)