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Auf den Gabentisch – kurz vor Schluss


Veröffentlicht am 23. Dezember 2014

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Furioser Roman über Liverpool-Legende Bill Shankly

Statistiken behaupten, der Großteil der Fußballfans ist männlich und die Mehrheit der Leser von Romanen weiblich. Kurz vor dem Weihnachtsfest der Versuch einer Zusammenführung. David Peace ist einer der spannendsten Autoren unserer Zeit, seine Kriminalromane führen uns tief in den Abgrund menschlicher Taten, knapp die Sprache, düster die Handlung, es gibt kein Gut und Böse, jeder trägt Schuld. Der Leser braucht Nerven, dafür wird er nie gelangweilt. Aufwühlend und verstörend kommen diese Meisterwerke daher. Seine von realen Ereignissen angeregten Romane brennen unter der Haut, gehen an Grenzen. Wer das „Red Riding Quartett“ über den Yorkshire Killer oder die „Tokyo-Krimis“ gelesen, der war Gast in der Apokalypse. Ein leidenschaftlicher Schreiber ist dieser Brite aus Ossett. Mit weniger Blut aber gleichermaßen Spannung springt uns David Peace in Sachen Fußball an, seiner zweiten Obsession. Vor Jahren beschäftigte ihn die Trainerlegende Brian Clough in dem Roman „Damned United“, nun huldigt er einem anderen Trainerdenkmal, dem Schotten Bill Shankly. Ein Meisterwerk mit allem was Fußball ausmacht, ein Werk voller Leidenschaft, von Größe und tiefem Fall. „Red or Dead“ ist ein wunderbarer Fußballroman. Was will man mehr? Weiterlesen

Es zählt nur der Sieg


Veröffentlicht am 27. Dezember 2013

„Ich kann die Taktik noch so geschickt wählen, die Spieler noch so gut motivieren, noch so perfekt trainieren: Wenn wir vier Mal nacheinander verloren haben, wenn dich der Vorstand nicht mehr grüßt, wenn die Mannschaft in Grüppchen zerfällt, wenn im Umfeld das Hauen und Stechen beginnt, wenn alle sich gegenseitig nur noch Schuld zuweisen, dann hilft dem Trainer keine seiner Fähigkeiten, sondern nur noch ein Sieg.“

(Hans Meyer, Focus, 12. Februar 2008)

Klaus-Michael Kühne über den HSV


Veröffentlicht am 29. Juli 2013

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„Zunächst müssen die Strukturen im Club verändert werden, es muss professioneller werden. Einiges liegt im Argen.“

„Die Mitgliederschaft ist zu heterogen. Doch ich habe den Eindruck, dass sich die Stimmung bei den Fans allmählich ändert. Die Einsicht nimmt zu, dass es nur über Reformen geht, soll der HSV wieder aus dem Mittelmaß herauskommen.“

„Der Aufsichtstrat ist zu groß, es gibt zu viele Streitereien, zu viele Wechsel. Bei der Berufung der Vorstände hat der Rat nicht immer gut gehandelt. Auch der Vorstand könnte eine klare und erfolgversprechende Führung ausüben.“

„Ich hätte mir jemanden wie Felix Magath als einflussreichen Vorstand und Sportdirektor gewünscht.“

„Ich habe keine Skrupel mitzuhelfen, dass die Chancengleichheit gewahrt bleibt. Die Bundesliga droht aufgrund der ökonomisch übermächtigen Bayern und des BVB, der sich dies durch kluge Disposition erarbeitet hat, zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zu werden.“

(Unternehmer und Mäzen Klaus-Michael Kühne, Interview kicker, 22. Juli 2013)