Schlagwort-Archive: Vorteil

Gewohnte Gesichter


Veröffentlicht am 6. Juli 2014

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Vier Fußballgrößen bestreiten WM-Halbfinale

Argentinien konnte die aufstrebenden Belgier abwehren, Holland brauchte das Elfmeterschießen gegen Costa Rica. Halbfinale vollzählig. Die Etablierten blieben übrig, man trifft auf gewohnte Gesichter der Fußballfamilie. Mit Costa Rica verabschiedeten sich, ähnlich wie vorher Chile, Mexiko und Kolumbien, die neuen Himmelstürmer. Nun also vier Arrivierte unter sich. So ähnlich hatten es Fans und Experten vor der WM erwartet und so ist es, trotz aller Überraschungen auf der Wegstrecke auch gekommen. Costa Rica hat eine Heldengeschichte im Meer der großen Fische geschrieben. Das Ende war ehrenhaft, man trug es tapfer und mit Stil, die neue Tränenwelle des Fußballs erfasste die charakterstarken Sportsmänner aus Mittelamerika nicht. Tolle Sportler, angeführt von einem großen Trainer. Der akribische Arbeiter Jorge Luis Pinto verblüffte und überraschte mit seinem Team wie keine andere Mannschaft bei diesem Turnier. Weiterlesen

Mourinho über Robben und Schiedsrichter


Veröffentlicht am 3. Juli 2014

„Er war mein Spieler. Ich weiß auch, dass Robben versucht, einen Vorteil, einen Freistoß oder Strafstoß zu bekommen. Es ist wichtig für die Spieler, ehrlich auf dem Platz zu sein, um mit den richtigen Mitteln zu gewinnen. Aber die Realität ist, dass nicht jeder Spieler sich so verhält und daher haben Schiedsrichter eine schwierige Aufgabe.“

(José Mourinho, Daily Mail, 1. Juli 2014)

Felix Magath vor Partie gegen Chelsea


Veröffentlicht am 1. März 2014

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„Es ist ein wichtiges Spiel für mich, weil es mein erster Auftritt im Craven Cottage. Wenn wir Kampfgeist auf dem Spielfeld zeigen, können wir die Menge auf den Rängen hinter uns bringen. Bei Heimspielen kann das Publikum der 12. Mann sein und das ist, was wir brauchen. Wir brauchen alle Unterstützung, die wir bekommen können.“

„Ich bin überzeugt, dass wir am Samstag ein gutes Spiel machen. Ein kleiner Vorteil für uns. Chelsea spielte am Mittwoch in der Champions League, hatte eine lange Reise. Sie müssen Zeit am Flughafen verbringen, fliegen ein paar Stunden, haben das Spiel am späten Abend. Die Spieler können nicht auseichend schlafen, sind am nächsten Tage müde. Dann geht es wieder zum Flughafen und es wird Zeit mit Warten verbracht. Darin liegt eine Chance für uns. Natürlich bleibt Chelsea Favorit. Aber wir haben uns gut vorbereitet, das Training zeigt Wirkung, wir werden alles versuchen, kämpfen und ein schnelles Spiel machen.“

„Mir ist grundsätzlich egal wer der Manager auf der anderen Seite ist. Hier in der Premier League haben sie viele große Manager – Pellegrini, Wenger und Mourinho. José Mourinho hat Titel gewonnen, mit jedem Team das er trainierte. Ich glaube Mourinho ist vielleicht derjenige, der mir ähnlich ist. Beide verlieren wir nicht gern.“

(Felix Magath, London, 28. Februar 2014)

Dietmar Hamann über Magath und Fulham


Veröffentlicht am 18. Februar 2014

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„Magath hat das Zeug dazu, Fulham zu retten“

„Ich denke, dass Magath das Zeug dazu hat, sich in Fulham und damit auch in der Premier League zu behaupten. Ich hatte aus der Ferne allerdings auch gedacht, dass er demnächst wohl beim HSV ist. Aber gut. Nun ist er hier. Dort, wo er bislang gearbeitet hat, hatte er fast immer Erfolg. Es ist eine große Aufgabe, die er jetzt vor sich hat. Der Klub hat einen neuen Besitzer. Man will das Stadion Craven Cottage ausbauen und dort dann natürlich Premier-League-Spiele austragen – und keine Zweitliga-Spiele. Vielleicht ist es ein Vorteil für ihn, dass es im Vergleich zu vielen anderen Klubs etwas ruhiger zugeht beim FC Fulham. Auch wenn der Druck ebenso groß ist. Ich finde, dass Fulham ein toller Verein ist. Möglicherweise ist die harte Trainingsarbeit, für die Felix Magath steht, genau das, was die Spieler von Fulham jetzt brauchen. Die Mannschaft an sich ist ja sehr gut besetzt. Sie braucht jetzt nur einen Trainer mit Erfahrung und einer ruhigen Hand. Die Engländer sind gespannt, wie sich Felix Magath hier machen wird.“

(Dietmar Hamann, Interview Die Welt, 17. Februar 2014)

Zivilcourage oder vom tätigen Leben


Veröffentlicht am 31. Januar 2014

Die filmische Geschichte von Fußballern, die Vorbilder wurden

„Tapfer sind solche, die Taten vollbringen, an die ihr Mut nicht heranreicht“ hat der Komponist Arnold Schönberg einst gesagt. Wie mutig die Protagonisten des ARTE-Dokumentarfilms von Éric Cantona, Gilles Rof und Gilles Perez „Rebellen am Ball“ sind, wissen wir nicht, aber wir nehmen rückblickend teil an ihrer Tapferkeit. Natürlich kann man sich auf YouTube köstlich an Delikatessen aus der Fußballwelt delektieren und sich an phantastischen Clips berauschen, dabei das eigene Fußballherz höher schlagen lassen. Wer hat nicht seinen Lieblingsclip, der werfe bitte den ersten Stein. Aber auch für die Schärfung von Verstand und Alltagstauglichkeit, den Moment des reflektierten Nachdenkens außerhalb des grünen Rasens, bietet der Fußball einiges, man muss nur hinsehen wollen.  Ein Beispiel in Sachen Zivilcourage und Anstand bietet diese spannungsreiche ARTE-Produktion aus dem Sommer 2012. In der Hauptrolle: Fußballer. Wir erleben pures wie ungeschöntes Leben, haben teil an menschlicher Größe. Fußball, längst ein durchgeplantes Event, welches keine Schatten in der bonbonfarbenen Traumwelt duldet und des Öfteren mit der Lebenswirklichkeit auf diesem Planeten nicht korrespondiert, hier von einer ganz anderen Seite.

Eric Cantona

Eric Cantona

Die im Film vorgestellten Spieler sind keine geborenen Helden oder gar Engel, auf dem Platz konnten Sie austeilen und den eigenen Vorteil schamlos, wie eisern nutzen. Der die Dokumentation tragende Moderator ist beileibe auch kein Unbekannter. Éric Cantona ist eine Legende Weiterlesen