Schlagwort-Archive: Wembley

Marseillaise in Wembley


Veröffentlicht am 17. November 2015

Beim Playoff-Rückspiel zwischen Irland und Bosnien-Herzegowina wurde in Dublin mit einer Schweigeminute den Pariser Terroropfern gedacht.

Beim Playoff-Rückspiel zwischen Irland und Bosnien-Herzegowina wurde in Dublin mit einer Schweigeminute den Pariser Terroropfern gedacht.

Tage des Unbehagens bestimmen auch die Fußballbranche

Die Iren haben es geschafft, mit einem 2:0-Sieg über Bosnien-Herzegowina gelang ihnen die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich. Wer an die Auftritte irischer Fans bei Großturnieren denkt, der muss sich darüber freuen. Fans von der grünen Insel sind immer ein Stimmungshighlight der tollen und friedlichen Art. Gute Stimmung wird das Turnier gebrauchen können, keiner weiß heute wie es im Sommer 2016 um dieses bestellt sein wird. Frankreichs Fußballidol Just Fontaine, einst Torschützenkönig der WM 1958, sieht skeptisch auf das Turnier im nächsten Jahr. Die französische Sicherheitslage veranlasst den agilen Rentner zum bitteren Rat an seine Landsleute, man möge bitte das Turnier an eine andere Nation abgeben. Auch solche Stimmen gibt es dieser Tage. Sie sind zu verstehen. Weiterlesen

Eine ehrenwerte Leiche


Veröffentlicht am 8. Juli 2015

imago10644726m_c

Europapokal der Pokalsieger

Die diesen Wettbewerb mordeten und 1999 abschafften, haben sich nicht um den Fußball verdient gemacht. Fans, Spieler und Zuschauer mochten ihn, die Endspiele hatten oft mehr Spannungsgehalt und manchmal wesentlich mehr Klasse, als ihr Pendant bei den Landesmeistern. Es waren Funktionäre, die den Pokalsiegerwettbewerb nicht mehr wollten und nicht das Publikum oder die Sportler. Zwischen ausufernder Geldgier sowie einem aufgeblasenen Wettbewerb in Sachen Champions League und dem ständigen Herumexperimentieren an der Europa League, dem einstigen UEFA Cup, ist der Europapokal der Pokalsieger auch 16 Jahre nach seinem Ableben noch in vielen Fanherzen lebendig und seine großen Momente unvergessen. Es begann und endete italienisch. Der erste Sieger hieß 1960/61 AC Florenz, der letzte Triumphator war 1998/99 Lazio Rom. Dazwischen gesellten sich ehrenvolle und große Namen des europäischen Clubfußballs. Was Real Madrid bei den Landesmeistern, wurde der FC Barcelona bei den Pokalsiegern: man holte die meisten Titel. Aus sechs Endspielteilnahmen kehrte Barça viermal als Sieger heim. Jeweils zwei Triumphe gelangen Dynamo Kiew, dem RSC Anderlecht, dem AC Milan und dem FC Chelsea. Der FC Barcelona hatte auch Anteil am wohl legendärsten wie spannendsten Endspiel des Wettbewerbs. Vor 58.000 Zuschauer im St. Jakob-Stadion zu Basel setzte der krasse Außenseiter und deutsche Pokalsieger Fortuna Düsseldorf dem Barça-Ensemble schwer zu und kämpfte wirklich bis zum letzten Atemzug. Erst in der Verlängerung konnte die Fortuna von den Katalanen mit 4:3 niedergerungen werden. Thomas Allofs und zweimal Wolfgang Seel sorgten für die Düsseldorfer Tore. Auch andere deutsche Clubs färbten die Leinwand der Pokalsiegergeschichte bunt. Weiterlesen

Souveräner Sieg – Gunners verteidigen FA-Cup


Veröffentlicht am 31. Mai 2015

imago20013473m_c

FC Arsenal siegt in Wembley gegen Aston Villa mit 4:0 (1:0)

Endlich hat er den Sir hinter sich gelassen. Arsène Wenger konnte bisher – auf Augenhöhe mit Alex Ferguson – fünf FA-Cup Siege für sich verbuchen. Gleichauf mit beiden, ein Vergessener. Thomas Mitchell, auch er ein Schotte wie Ferguson, holte mit den Blackburn Rovers zwischen 1884 und 1891 ebenfalls fünf FA-Cup Titel. Diese Jahreszahlen erübrigen jedes Wort über die gewichtige Tradition des Spiels Nummer eins auf der Insel. Arsenal-Manager Wenger mit dem frischen Titel Nummer sechs allerdings nicht alleiniger Rekordhalter. George Ramsay – wieder ein Schotte – war von 1884 bis 1926 Manager bei Aston Villa, kommt ebenfalls auf sechs FA-Cup Titel. Lang ist es her. Die Gunners waren mit elf Siegen bereits Rekordhalter, gleichauf mit Manchester United. Nun also brachte die zwölfte FA-Cup Trophäe den alleinigen Spitzenplatz. Auch die Titelverteidigung ist im legendenumwobenen Wettbewerb etwas Besonderes, nur den Wolverhampton Wanderers, Blackburn Rovers und Tottenham Hotspur war dies bisher gelungen. Ob das gute Geschick im FA-Cup Trost für verpasste Meisterschaften und den ewig unvollendeten Traum vom Champions League Sieg, es lässt sich nicht sagen. Wer den Siegeswillen von Arsène Wenger und das Potenzial seiner Mannschaft kennt, wird den Gunners sicher größeren Ehrgeiz unterstellen. Jahr für Jahr unter die Big Four der schwersten Liga der Welt bleibt eine beachtliche Leistung, der FA-Cup Sieg dabei natürlich eine zusätzliche Bestätigung. Die Anhänger dieses Clubs reichen weit über London und England hinaus, auch ein Verdienst des französischen Trainers, der seit 1996 seinem Job bei Arsenal nachgeht, diesen Verein geprägt hat wie keiner seiner 23 Vorgänger. Weiterlesen

Favorit trifft Außenseiter


Veröffentlicht am 30. Mai 2015

imago16440335m_c

Arsenal London und Aston Villa bestreiten FA Cup-Finale

In Wembley steigt das Finale im traditionsreichsten Fußballwettkampf der Welt. Erstmals wurde der FA-Cup 1871/72 ausgetragen. Im Finale 2015 stehen sich nun Vorjahressieger Arsenal London und Aston Villa gegenüber. Auch England kennt die Binsenweisheit von den eigenen Gesetzen des Pokals, dennoch wird den Gunners die Favoritenrolle gegen das Team aus Birmingham eingeräumt. Arsène Wenger braucht die Titelverteidigung. Platz drei in der Premier League plus FA Cup in der Vitrine würde die Saison versöhnlich in einem guten Eindruck enden lassen. Zu durchwachsen bis schwach kam sein Team nämlich die letzten Spieltage im Ligabetrieb daher. Sein gegenüber Tim Sherwood übernahm Villa im Februar dieses Jahres und hatte den Auftrag den Abstieg zu verhindern, dies ist ihm mit knapper Not gelungen. Höhepunkt seiner Amtszeit war sicher der Halbfinalsieg im FA Cup gegen den FC Liverpool und der dadurch bedingte Einzug ins Finale. Trumpf im Team von Aston Villa ist der belgische Angreifer Christian Benteke, dessen 13 Saisontore entscheidend für den Klassenerhalt waren. Das Team um Kapitän Fabian Delph sieht Wembley als tollen Saisonnachschlag, will den Gunners den erneuten Pokaltriumph verwehren und mit dem Pott in die West Midlands zurückkehren. Auf der anderen Seite muss Arsène Wenger zwar auf den quirligen Danny Welbeck verzichten, eine Knieverletzung macht dessen Teilnahme unmöglich, kann aber auf seinen besten Stürmer Alexis Sánchez setzen. Der Chilene hat in seiner ersten Arsenal-Saison 16 Ligatreffer für die Gunners erzielt, passt immer besser ins Wenger-System und möchte am Samstag den ersten englischen Titel für sich verbuchen. Wembley ist ausverkauft, die Show kann beginnen.

Redaktion Magath & Fußball

Kein Titel zum Abschied


Veröffentlicht am 20. April 2015

imago19615805m_c

Arsenal und Aston Villa im FA Cup Finale

Das größte Geschenk zu seinem 35. Geburtstag hätte sich Steven Gerrard am 30. Mai wohl am liebsten selbst gemacht – an ebendiesem Samstag in sechs Wochen steigt im Wembley Stadion das Endspiel um den FA Cup. Das 90.000 Zuschauer fassende Rund im Londoner Stadtbezirk Brent wäre für die Liverpooler Clublegende die perfekte Bühne gewesen, um sich nach 26 äußerst verdienstvollen Jahren mit einer Trophäe in den Händen gebührend von seiner großen Fußballliebe zu verabschieden. Für den FC Liverpool hätte sich eine schwierige Saison mit mehr Tiefen als Höhen auf den letzten Metern doch noch zum Guten wenden sollen, der erste Titel seit dem League Cup-Gewinn 2012 im Finale gegen Cardiff City stand im Raum und war irgendwie auch fest eingeplant. Doch daraus wird nichts. Mit einer überraschenden 1:2-Niederlage gegen Aston Villa – ausgerechnet in jenem Stadion, wo das Drehbuch für den langjährigen Kapitän der Reds eigentlich ein Happy End vorgesehen hatte – fand dieser Traum ein bitteres Ende. Weiterlesen

FA Cup Halbfinale


Veröffentlicht am 19. April 2015

Arsenal vor Titelverteidigung – Reds gescheitert

Das gewünschte FA Cup Traumfinale vieler Fußballfans innerhalb und außerhalb Englands ist geplatzt. Steven Gerrard wird Liverpool am Saisonende ohne Pokal und Titel verlassen. Im Wembley Stadion pulverisierte sich am Sonntag auch der Traum vieler Reds-Fans auf einen Titelabschied ihrer legendären Nr. 8.  Der FC Liverpool musste sich im FA Cup Halbfinale gegen Aston Villa mit 1:2 geschlagen geben. Die Männer von der Anfield Road gingen zwar durch Coutinho mit 1:0 in der 36. Minute in Führung, allerdings glich Aston Villa schon sechs Minuten später durch Benteke aus. In der zweiten Halbzeit dann der Siegtreffer für das Team aus Birmingham, Fabian Delph besorgte diesen in der 54. Minute. Einen Tag zuvor tat sich am gleichen Ort der andere Favorit auf die Endspielteilnahme ebenfalls sehr schwer. Arsenal London brauchte gegen Zweitligist FC Reading eine Verlängerung. In der regulären Spielzeit hatte Alexis Sánchez die Gunners in der 39. Minute in Führung gebracht und Garath McCleary in der 54. Minute für Reading ausgeglichen. Ein unkonzentrierter wie eigensinniger Pawel Pogrebnyak vergab im weiteren Verlauf zwei große Chancen zum Siegtreffer für den Außenseiter. So konnte erneut Alexis Sánchez für das Team von Arsène Wenger zuschlagen, in der 106. Minute den 2:1 Siegtreffer setzen und Arsenal damit die Finalteilnahme sichern. Beide Halbfinals in Wembley waren mit 81.000 Zuschauern ausverkauft. In Wembley steigt traditionell auch das Finale des legendärsten Pokalwettbewerbs der Welt. Vorjahressieger Arsenal hat mit dem Finaleinzug die Chance zur Titelverteidigung.

FA Cup Finale
30. Mai 2015 im Wembley Stadion London
FC Arsenal London – Aston Villa

Redaktion Magath & Fußball

Harry is back


Veröffentlicht am 26. Mai 2014

Harry Redknapp in der Trainerkabine Wembley

Harry Redknapp in der Trainerkabine Wembley

Harry Redknapp kehrt in die Premier League zurück

Nach Leicester City und dem FC Burnley sind nun die Queens Park Rangers als Sieger des Relegationsfinales in die Premier League aufgestiegen. Mit QPR kehrt auch Harry Redknapp – Legende unter den britischen Fußballmanagern – in die oberste Spielklasse zurück, zu deren Inventar er schon ewig zählt. Nach einem Jahr also der direkte Wiederaufstieg, nicht immer eine leichte Übung für den Absteiger aus der Premier League. Viele sind an diesem Kraftakt gescheitert. Redknapp wird mit 68 Jahren der Doyen unter den Premier League Trainern. Er hat Probleme mit dem Knie, vor Jahren Schwierigkeiten mit dem Herz. Dennoch machte er einfach weiter. Es wird auch von gewisser Lust auf Ruhestand gemunkelt. Darüber lacht Redknapp herzlich. Diesen Haudegen wirft nichts mehr um, weder ein malades Knie noch andauernde Gerüchte. Die Premier League könnte sich außerdem als Jungbrunnen erweisen. Weiterlesen

And the Winner is: Arsenal London


Veröffentlicht am 19. Mai 2014

imago16441738m_c

Arsenal gewinnt in Wembley den FA Cup 2014

Nach neun titellosen aber dennoch stets internationalen Jahren, mit streckenweise bezauberndem Fußball aber eben ohne Siegertrophäe, endlich wieder einen bedeutenden Pokal in den Himmel gereckt. Arsène Wenger war die Erleichterung anzusehen. Die Kampagne begann vielversprechend, der Meistertitel schien durchaus eine Option, welche sich im Verlauf einer länger werdenden Saison immer mehr verflüchtigte und in weite Ferne rückte. Dem Dreikampf Liverpool, Chelsea, Manchester City konnte man final nicht folgen, bangte gar um Platz vier. Nun also ein versöhnlicher Abschluss mit einem legendären wie traditionsschweren Pokal, der ehrwürdige FA Cup geht an die Gunners. Arsenal bezwang in einem packenden Endspiel Hull City im Wembley-Stadion mit 3:2 nach Verlängerung. Bei den Männern aus dem Emirates-Stadium Erleichterung und Freude und wie bei ihrem Trainer sicher Lust und Hunger auf mehr. Arsenal wird in der nächsten Saison einen erneuten Meisteranlauf nehmen und Arsène Wenger schon jetzt an diesem Titelaspiranten basteln. Man darf gespannt sein was dann von den Gunners zu erwarten und von ihrem Manager auf den Platz geschickt wird.

Redaktion Magath & Fußball

Von Wembley nach Ruhleben


Veröffentlicht am 16. Mai 2014

Fußballfest steht an – DFB Pokalfinale 2014 in Berlin

Bayern wie der BVB landen am Pokaltag an der Berliner U-Bahnlinie U2. Zwischen Neu-Westend und Ruhleben raus, schon ist man am Olympiastadion. Immerhin! Aber man ist eben nicht am Estádio da Luz zu Lissabon. Wenn dort das Champions League Finale steigt sind Bayern wie Dortmunder nur als Sprossen auf der Final-Leiter von Real Madrid ein Erinnerungshauch. Auf dem Weg der Königlichen verdorrten die Bayern am Ballbesitz, scheiterten an souveränen Madrilenen während die Dortmunder nur über sich selbst und ihre desaströse Chancenverwertung stolperten. Die Klopp-Mannen hatten das Ancelotti-Team phasenweise an die Wand gespielt, über das Spiel der Guardiola-Elf wird dies niemand so sagen. Alles Vergangenheit, das europäische Finale also ohne seine letztjährigen Protagonisten. Darin liegt auch ein wenig die Crux der Saisonbetrachtung beider Clubs. Weiterlesen