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Eine Lanze für Lucien Favre


Veröffentlicht am 20. September 2015

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Saisonstart der Fohlen befeuert die Schlagzeilen – Trainer Favre tritt zurück

Für Lucien Favre gilt was José Mourinho über sich sagte: „Ich bin ein guter Trainer, egal ob ich Spiele gewinne oder nicht.“ Das Diktum von Felix Magath, vor Beginn der Saison geschrieben, war ein berechtigtes Kompliment: „Für mich ist Favre der beste Trainer der Bundesliga. Denn man sollte das Ergebnis der Arbeit eines Trainers immer in Relation zu den finanziellen Möglichkeiten setzen.“ Nun ist Lucien Favre zurückgetreten und arbeitet nicht mehr bei den Fohlen. Borussia Mönchengladbach und seine Trainer waren immer ein Zulieferbetrieb für Clubs mit unerschöpflichen Finanzmitteln. Früher ging man von Gladbach zu den Bayern und argumentierte mit der Sehnsucht nach einem großen und internationalen Club, damit der Geldsegen nicht so im Vordergrund stand. Heute erliegen Spieler sogar den Sirenen von Werksvereinen wie Leverkusen und Wolfsburg, deren unerschöpfliche Mittel satte Gehälter versprechen. Die dadurch gerissenen Lücken müssen bis heute von Trainern wie Lucien Favre Saison für Saison geschlossen werden. Weiterlesen

Tradition vs. Moderne


Veröffentlicht am 29. Januar 2015

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Wenn es dumm läuft, spielen vielleicht in nicht mehr ganz so ferner Zukunft Leverkusen, Wolfsburg zusammen mit Leipzig international und vertreten den deutschen Fußball. Macht Ihnen das Angst?
Max Eberl:
Dass Leverkusen mitmacht, ist nichts Neues; dass Wolfsburg ein Konkurrent geworden ist, auch nicht überraschend. Und Leipzig wird sich vielleicht auch einen Platz suchen, aber Hannover, Mainz oder wir haben doch gezeigt, dass auch für andere eine Möglichkeit besteht. Wir werden uns mit einem klaren Plan dieser Aufgabe stellen, in dem wir unsere Euphorie, Emotion und Tradition einbringen.

Die Liga steht also nicht am Scheideweg zwischen den alimentierten Gebilden und den traditionellen Klubs?
Eberl:
Die beiden erfolgreichsten deutschen Vereine der jüngeren Vergangenheit sind Bayern und Dortmund – das sind schon mal Traditionsvereine. Ich glaube weiter daran, dass wir gegen die Werksvereine konkurrenzfähig bleiben können. Ich würde doch viel zu viel Energie vergeuden, mich über die finanziellen Möglichkeiten in Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim zu beschweren – damit verbessere ich unsere Situation nicht. Und mir selbst würde das auch nicht guttun.

(Max Eberl, Interview Auszug Frankfurter Rundschau, 14. Januar 2015)