Schlagwort-Archive: Wunder

Fehlende Bewegung


Veröffentlicht am 13. September 2015

„Wir müssen jetzt Lösungen finden. Aber das wird schwer. Es wird dieses Jahr kein Wunder geben. Nicht der, der den Ball hat, macht den Fehler, sondern der, der ihn bekommen soll. Es fehlt die Bewegung, defensiv und offensiv.“

(Lucien Favre, Luzerner Zeitung, 13. September 2015)

Fußballzwerg noch immer dabei


Veröffentlicht am 24. August 2015

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SD Eibar erster Tabellenführer der Primera División

Das große Real mit einem ernüchternden 0:0 beim Aufsteiger Gijón, der titelgespickte FC Barcelona mit seinem 1:0-Auswärtssieg beim Angstgegner Bilbao und Geheimtipp Atlético Madrid mit einem dürftigen 1:0 vor heimischer Kulisse gegen den Neuling UD Las Palmas. Die Favoriten auf die erste Tabellenführung strampelten sich mehr oder minder erfolgreich in die neue Saison. Nicht so der zwergige SD Eibar aus der 27.000 Einwohner Stadt im Baskenland. Mit Ende der letzten Saison war man abgestiegen, hauchdünn aber eben draußen, die tapfere Gegenwehr über 38 Spieltage umsonst. Doch ein berechtigter Lizenzentzug des vor Eibar liegenden FC Elche machte das kleine Wunder möglich. Der SD Eibar darf in seine zweite Saison in der Primera División gehen. Natürlich ein großes Wunder, wenn man auf die Voraussetzungen schaut. Da sind sie also immer noch und empfangen die Gäste weiterhin im 6.000 Zuschauer fassenden Estadio Municipal de Ipurua. Am ersten Spieltag blieb das heimische Stadion allerdings leer. Die Truppe des neuen wie erfahrenen baskischen Trainers José Luis Mendilibar, der im Sommer Gaizka Garitano beerbte, musste in der letzten Ansetzung des Eröffnungsspieltags auswärts beim FC Granada antreten und tat dies mit einer runderneuerten Mannschaft durchaus eindrucksvoll. Mit einer im Verhältnis zur letzten Saison auf sieben Positionen veränderten Stammformation gelang ein famoser Saisoneinstand. Nach einer 2:0-Halbzeitführung durch Tore der beiden Neuzugänge Adrián González und Gonzalo Escalante musste Eibar mit Beginn der zweiten Halbzeit den Anschlusstreffer von Granada hinnehmen. In der 65. Minute verlor der Gastgeber aber einen Spieler durch Platzverweis, Eibar spielte mit einem Mann mehr nicht kopflos nach vorn, ging mit Übersicht und Ruhe in die letzte halbe Stunde. In der 67. Minute schlug der 60 Sekunden zuvor eingewechselte Routinier Mikel Arruabarrena zu und stellte den 3:1-Endstand für die Gäste her. SD Eibar damit auf einem historischen und wohl einmaligen wie kurzlebigen Gipfel der Vereinsgeschichte, Tabellenführer der Primera División.

Redaktion Magath & Fußball

Couch-Meister und Labbadia-Effekt


Veröffentlicht am 27. April 2015

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Bayern mit 25. Meisterschaft, HSV sendet Lebenszeichen

Am Sonntagabend war es soweit. Der VfL Wolfsburg hätte im Gladbacher Borussia-Park unbedingt gewinnen müssen, um nach dem 1:0-Sieg der Münchner im Heimspiel gegen tapfere Berliner das Unvermeidliche noch eine Woche hinauszuzögern. Taten die Wölfe aber nicht, stattdessen traf Max Kruse in der Schlussminute zum hochverdienten 1:0 für spielstarke Borussen und machte den FC Bayern damit vier Spieltage vor Saisonende endgültig zum neuen alten Deutschen Meister. Die Reaktion im Landessüden eher durch freudvolle Nüchternheit denn überschwängliche Begeisterung gekennzeichnet. Es gibt eben Wichtigeres, eine Meisterschaft allein reißt in München niemanden mehr vom Hocker. Erst recht nicht dann, wenn sie ohne direktes eigenes Zutun praktisch auf dem heimischen Sofa zur Kenntnis genommen werden durfte. Noch weniger, wenn sie derart klar und überlegen errungen wurde, wie im nunmehr dritten Spieljahr in Folge. Der FC Bayern in der Saison 2014/2015 seit Spieltag fünf unangefochten wie ungefährdet an der Tabellenspitze. Ernsthafte Konkurrenz? Einmal mehr absolute Fehlanzeige! Weit spannender fast schon traditionell der Kampf um den Klassenverbleib. Klarer Punktsieger am zurückliegenden Wochenende: Bruno Labbadia und der Hamburger Sport-Verein. Weiterlesen

Himmlischer Beistand


Veröffentlicht am 4. September 2014

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Lieblingsverein von Papst Franziskus gewinnt Copa Libertadores

Fußball spielen können die Argentinier. Sie haben nicht nur einen Messi und Maradona hervorgebracht und augenblicklich Spitzenkicker wie di Maria und Agüero in ihrem Nationalteam, auch der große Fußballphilosoph Menotti ist Argentinier. Uns Deutschen verlangten die Gauchos auf dem Weg zum WM-Titel über 120 Minuten alles ab. Sie schlugen sich in Brasilien achtbar bis gut, nicht so einfallslos wie Spanien, Italien, England oder so blamabel wie der Gastgeber. Im ersten Spiel nach der WM trafen sie gleich auf ihren Bezwinger Deutschland, den für vier Jahre gekrönten Weltmeister. Argentinien gewann dieses Spiel ohne Wert und Muster mit 4:2, Trost werden sie darin nicht finden. Immerhin ein guter Einstand für Neu-Trainer Gerardo Martino. Messi hatte den Weg nach Düsseldorf erst gar nicht angetreten, wer mag es ihm verdenken. Wenn auch Lionel Messi kein Fußballweltmeister mehr wird, die Chance ist wohl vertan, er gehört den Argentiniern. Manchmal unverstanden, manchmal geliebt, aber immer einer von ihnen. Gehören tut dem Land am Río de la Plata seit Mitte August 2014 auch die Copa Libertadores. Das Team vom Club Atlético San Lorenzo de Almagro aus einem Vorort von Buenos Aires – unter der gestrengen Regie von Trainer Edgardo Bauza geformt – holte die Champions League Südamerikas nach Argentinien. Weiterlesen

Felix Magath vor Partie gegen Newcastle United


Veröffentlicht am 14. März 2014

„Ich glaube nicht an Wunder oder will mich aufs Glück verlassen. Wir brauchen auch kein Wunder sondern 100 Prozent Bereitschaft und Einsatz. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir noch ein paar Spiele von den verbleibenden neun Partien gewinnen. Wir sind alle gemeinsam zuversichtlich. Die wichtigste Sache ist, um ein Spiel zu gewinnen, Selbstvertrauen im Team. Dieses Selbstbewusstsein haben wir uns gegen West Bromwich Albion, Chelsea und Cardiff nicht geholt. Für uns wäre gerade ein Sieg gegen den Tabellennachbarn Cardiff besonders wichtig gewesen. Wir waren alle sehr enttäuscht. Es ist aber vorbei, wir haben jetzt die Chance es im Heimspiel gegen Newcastle besser zu machen. Wir haben noch fünf Heimspiele vor uns, ich denke, es ist möglich, diese Heimspiele zu gewinnen, und wir können auch einen Sieg aus den Auswärtsspielen mitnehmen.“

„Wenn die Dinge im Team nicht so gut funktionieren, muss man etwas ändern. Wenn es gut läuft brauchen Sie wenig bis nichts ändern. Da wir momentan nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen, müssen wir eben Dinge ändern. Ich bin der Manager für alle Spieler im Club und so hat auch jeder dieser Spieler bei mir eine Chance. Darren Bent hatte seine Chancen und auch die anderen Stürmer. Warum sollte ich nicht dem jungen Cauley Woodrow eine Chance geben? Wenn es weiterhin nicht klappt werden auch noch andere Spieler ihre Chance bekommen.“

„Scott Parker ist verletzt und wird uns nicht helfen können, aber William Kvist ist wieder in der Lage zu spielen. Parkers Verletzung ist ein Problem für uns, aber ich denke, nächste Woche wird er wieder ins Team kommen und für das Spiel bei Manchester City bereit sein. Giorgos Karagounis hat seit dem Cardiff-Spiel ein muskuläres Problem. Ashkan Dejagah hat ebenfalls Probleme aus Cardiff mitgebracht. Ashkan wird noch einen Test machen und vielleicht kann er dabei sein. Karagounis wird aber definitiv für Samstag ausfallen.“

„Wir haben eine Chance, morgen Newcastle zu schlagen. Diese Chance müssen wir nutzen.“

(Felix Magath, Craven Cottage, London, 14. März 2014)

Fußball in Gefahr


Veröffentlicht am 12. August 2013

„Vielleicht kommen irgendwann Spielunterbrechungen wegen Werbeminuten oder es müssen Kameras in die hintersten Kabinenwinkel. Das Spiel ist davon enorm bedroht. Dass das Spiel bisher überlebt hat und so viele Millionen Menschen begeistert, ist fast ein Wunder. Aber ich weiß nicht, ob es so weitergeht.“

(Christian Streich, Trainer SC Feiburg, Interview kicker, 8. August 2013)