Schlagwort-Archive: Zeit

Zukunft


Veröffentlicht am 11. Dezember 2017

„Damit werde ich mich in nächster Zeit beschäftigen und mir in Ruhe Gedanken machen, wohin ich eigentlich will. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im Fußball zu arbeiten. Es muss  nicht unbedingt als Vereinstrainer sein. Aber ich würde auch nicht ausschließen, mal außerhalb des Fußballs etwas zu machen. Und damit meine ich nicht TV-Experte, die gibt es ja schon zuhauf.“

Felix Magath, Dezember 2017

Felix Magath und Weihnachten


Veröffentlicht am 24. Dezember 2015

„Ich wünsche mir nichts Materielles mehr. Mit fünf Jahren habe ich mal ein Fahrrad bekommen. Da war ich irre stolz und bin es gefahren, bis es auseinandergefallen ist. Später gab’s dann mal Fußballschuhe. Aber inzwischen wünsche ich mir nur Zeit mit der Familie. Dieses Zusammensein habe ich in meiner Kindheit nicht erlebt. […] Auch wenn ich derzeit keinen Verein trainiere, sieht man sich doch im Jahr immer nur selten, weil alle ihre Verpflichtungen haben: Schule, Sportverein, Freunde. Daher genieße ich es einfach, zehn Tage am Stück mit der Familie zu verbringen. […] Traditionell mache ich mit den Kindern einen Heiligabend-Spaziergang, um den Weihnachtsmann zu suchen. Zwar haben wir den in den ganzen Jahren noch nicht gefunden, die Kinder glauben auch nicht daran, dennoch soll das Ritual bleiben. […] Immer eine Gans mit Knödeln. Ganz klassisch.“

(Felix Magath, Interview Express, 24. Dezember 2015)

Rückblick auf den Sir


Veröffentlicht am 2. Dezember 2015

„Ich tat alles, um Sir Alex Ferguson zu gefallen. Du wolltest unbedingt sein „gut gemacht“ verdienen. Du wolltest für ihn spielen; du wolltest für ihn gewinnen; du wolltest alles für ihn tun. Er hatte eine Präsenz und du warst enorm von ihm eingeschüchtert, aber zur gleichen Zeit war er wie dein Vater.“

(Darren Fletcher, Interview, grahamhunter.tv, 22. Oktober 2015)

Gerd Müller – Mann der Tore


Veröffentlicht am 11. Oktober 2015

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„Die Zeit seiner Erfolge, die Sechziger- und Siebzigerjahre, liegen angesichts der rasant voranjagenden Entwicklung des globalisierten Spiels sehr weit zurück. Das Gedröhn der Sponsoren, die endlosen Vermarktungsketten, das eitle und stumpfe Gewäsch von Beratern und PR-Profis existierte nur in ganz zarten Vorstufen. […] Von all den großen Bayern-Spielern jener goldenen Periode hat Gerd Müller als einziger das Sprungbrett der damaligen Erfolge nie genutzt, um seine Karriere ins 21. Jahrhundert zu verlängern. […] 365 Bundesligatore, 68 Tore für die Nationalmannschaft. Ein Meister der Bescheidenheit, die nur endete, wenn er sich dem Strafraum des Gegners näherte. Bescheidenheit auch, nachdem er getroffen hatte. Er hob den Arm, hüpfte einmal unscheinbar, dann gehörte das Tor uns, den Zuschauern.“

(Der Spiegel, Ausgabe 42/2015)

Er ist wieder da


Veröffentlicht am 8. Oktober 2015

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Jürgen Klopp in den Schuhen von Bill Shankly

Nun wächst zusammen, was zusammen gehört. Liverpool brauchte Jürgen Klopp wohl dringlicher als er die Reds. Nun ist es aber offensichtlich eine Liebeshochzeit. Ein Fußballverrückter an einer der emotionalen Hauptadern des Fußballuniversums. Könnte passen und birgt Gefahren. Klopp muss dem aktuellen Team schnell neues Leben einhauchen, das legendäre Erbe von Bill Shankly bewahren, sich dabei an den unterschiedlichen Erfolgen von Bob Paisley, Kenny Dalglish und Rafael Benítez messen lassen. Halb England erwartet schon ein Dortmund II und den Zauber eines Neuanfangs, die Wiedergeburt von fußballerischer Größe. Anfield und die Medien stehen Kopf. Kein leichtes Erbe und extrem hohe Erwartungen. Klopp war nie furchtsam oder kleinlaut, scheint seine Dinge an- und eingebracht zu haben. Konkrete Vorstellungen in Sachen Trainerstab und Transferverantwortung hat er offenkundig durchgesetzt. Ein starker und selbstbewusster Beginn. Nach dem Traualtar wartet bekanntlich immer der Alltag, für Flitterwochen bleibt im Falle Klopp und Reds keine Zeit. Das Tagesgeschäft ruft und entscheidet, wie lange der Glockenklang der Begeisterung anhält. Verein und Klopp wollen sicher kein Mittelmaß verwalten, sondern latent Höhenluft genießen, eine Ära prägen. Ob sie die Konkurrenz einholen und eines Tages von ihrem verdammten Ast sägen, wird sich zeigen. Fast messianische Heilserwartungen von Fans und Medien sind sicher weniger hilfreich, werden den neuen Manager des FC Liverpool vom Start weg begleiten. Klopp muss nicht übers Wasser gehen – aber Titel sollen her. Er wird es versuchen und eine Menge geben. Ob es reicht, wird sich zeigen. Die Premier League ist jedenfalls schon jetzt um eine Persönlichkeit reicher.

Redaktion Magath & Fußball

Wolken Richtung Paradies


Veröffentlicht am 25. September 2015

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VW Krise könnte in naher Zukunft auch den Fußball berühen

Stürzt ein Riese, klingt das Beben nach. Sämtliche Auswirkungen sind erst erkennbar, wenn sich der letzte Staub längst gelegt hat. Kein Mensch kann heute mit Gewissheit beleuchten, welche Folgen der als „Abgas-Skandal“ apostrophierte Vorgang auf den VW Konzern und die deutsche Gesellschaft haben wird. Das gilt auch für den Fußball. Das VW Imperium ist engmaschig mit dem Fußball verwoben und verästelt, das VW Logo gehört zum Bild dieses Sports. Der amtierende Pokalsieger VfL Wolfsburg wäre ohne die Autobauer nicht lebensfähig. Ein gerüttelt Maß Verdienst des bisherigen VW Bosses Prof. Dr. Martin Winterkorn, vormals ein begeisterter Hobbyfußballer und Torwart in Jugendmannschaften. Seine Fußballleidenschaft behielt er auch bei, als längst die Weihen eines großen Wirtschaftslenkers seine Stirn kränzten. Ein regelmäßiger Zuschauer mit Sporttemperament, verbrachte Winterkorn viel Zeit auf den Ehrentribünen des VfL Wolfsburg und von Bayern München. Meisterschaft und Pokaltitel am Mittellandkanal tragen auch seine Handschrift. Was der Abgang dieses  leidenschaftlichen Fußballfans nach sich zieht, ist nicht zu ermessen. Nachfolger Matthias Müller gilt als Freund des Rennsports, wird aber dennoch nicht umgehend das Fußballkapitel zuschlagen. Der Mann hat im Augenblick auch ganz andere Sorgen, als das Spiel mit dem Ball. Was bringt aber die Zukunft? Weiterlesen

Unvergleichlich


Veröffentlicht am 14. September 2015

„Es ist wie im Motorsport, früher gewannen die Autos ein Rennen mit 150 Kilometern pro Stunde, heute braucht man mindestens 220. Ob Pelé, Maradona, Messi: Jeder war der Beste in seiner Zeit. Aber es ist wie im Fernsehen, früher sah man Schwarz-Weiß, jetzt in Farbe. Es ist nicht zu vergleichen. Aber alle diese Spieler sind auch unvergleichlich.“

(Carlos Bilardo, Interview, SPIEGEL ONLINE, 8. Juli 2015)

Der letzte Schotte


Veröffentlicht am 11. August 2015

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Manager aus Schottland prägten englische Liga

Sein Premier League Debüt ging schief, Norwich City unterlag zum Auftakt im heimischen Stadion den Gästen von Crystal Palace mit 1:3. Schottlands einziger, aktueller Premier League Manager heißt Alexander Francis Neil, von Freunden Alex genannt. Den Namen hat er mit einem berühmten Landsmann gemein, auch dieser Fußballmanager und Schotte. Alex Ferguson ist zwar außer Dienst, dennoch Geschichte und Glanzpunkt schottischen Wirkens in der höchsten englischen Spielklasse seit deren Bestehen von Beginn der Saison 1888/89. Kein britisches Fußballvolk hat die englische Eliteliga so geprägt und beherrscht wie die Männer Schottlands. Weiterlesen

Qualität kommt von Qual


Veröffentlicht am 27. Mai 2015

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„Auch wo höchste Meisterschaft nicht gefragt ist, weil ein Volk nicht nur aus Genies bestehen kann – ohne Transpiration kommt Qualität nicht zustande, egal, ob ein Handwerker eine Heizung repariert, ein Klaviervirtuose sein tägliches Übungspensum absolviert oder ein Arzt eine Nierentransplantation vollzieht. Journalisten und andere Berufsschreiber traktiere ich seit einem Vierteljahrhundert mit dem Spruch „Qualität kommt von Qual“, und das bedeutet: Wenn du etwas hingeschrieben hast, so wage nicht, es gut zu finden, bloß weil es von dir ist! Wenn die Zeit irgend reicht, dann nutze die Einsicht, dass die Plage nun erst beginnt: nämlich an dem Text zu feilen, so lange, bis er sein Optimum erreicht hat.“

(Wolf Schneider, Essay, brand eins, Ausgabe 20/2007)