Schlagwort-Archive: Zeiten

Coach K


Veröffentlicht am 30. Mai 2018

Leseempfehlung des brasilianischen Fußballnationaltrainers Tite an seine Spieler

„In kritischen Zeiten darf sich ein Anführer nicht selbst bemitleiden, niedergeschlagen, zornig oder schwach sein. Führungskräfte müssen solche Emotionen abwehren.“

(Mike Krzyzewski, Basketball-Trainer, 2008, 2012 und 2016 olympisches Gold mit den USA)

 

Adventsgekicke


Veröffentlicht am 5. Dezember 2015

Seitenblick in Europas Ligen

Kein Weihnachtmärchen sondern Realität im Advent. Allen bekannt und längst keine Neuigkeit mit Nachrichtenwert. In Deutschland weiß man schon vor der Bescherung wer in 2016 Meister und Vizemeister, in Spanien dagegen wer nicht Pokalsieger wird. Dort hat Barca-Trainer Luis Enrique unlängst verkündet, sein Team sei noch nicht auf dem Niveau des letztjährigen Champions League Sieges. Dies muss seinen Real Madrid Konkurrenten Rafael Benítez so verschreckt haben, dass er sich verwechselte und sein Team damit aus dem Pokal kegelte. Der FC Barcelona spielte in der Zwischenzeit seinen 6:1 Pokalsieg gegen den CF Villanovense mit 10 Mann runter, der Barca-Coach verzichtete auf die mögliche Einwechslung nach einer Verletzung von Jérémy Mathieu, wollte keine weiteren lädierten Spieler in seinen Reihen riskieren. Darüber mochte sich Luis Enrique nicht weiter auslassen, ein Thema war dem ansonsten eher zurückhaltend agierenden Barca-Übungsleiter dann doch noch zu entlocken. Für ihn sei das Trio Messi-Suárez-Neymar die beste Sturmreihe aller Fußballzeiten. Wer mag ihm im Moment widersprechen? Einen wird solche Bemerkung besonders wurmen. Real Madrid Präsident Florentino Pérez hat schließlich den Anspruch das Teuerste und Beste stets in seine Reihen zu kaufen. Im Augenblick kann er aber nur attestieren wie eindeutig die Rolle Koch und Kellner im Duell Real gegen Barca verteilt ist. Nicht Real Madrid schwingt den Löffel des spanischen Fußballs, es sind die Katalanen. Weiterlesen

Hot Heart grüßen von oben


Veröffentlicht am 28. August 2015

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Aufsteiger in der Scottish Premiership sorgt für Furore

Nach fünf Spieltagen alleiniger Tabellenführer mit fünf Siegen aus fünf Spielen, 15 Punkte und 13:5 Tore, sogar zwei Punkte Vorsprung vor dem Rekord- und Serienmeister. So etwas liest sich für jeden Aufsteiger wie ein Märchen, ist aber schottische Realität. Dennoch trägt auch dieses Märchen viel von einer Tragödie in sich, deren Höhepunkte den Anhängern des Heart of Midlothian Football Club bis heute flimmerndes Herzrasen verursachen. Während im Süden der britischen Insel eine gigantische Geldschwemme Vereine und Trainer der Premier League offensichtlich überfordert und Spieler reich und reicher macht, darbt man im rauen Fußball-Norden des Königreichs und muss sich mit den Brosamen des globalen Fußballmarkts ans Überleben klammern. Notlagen kennt der schottische Ligaalltag zur Genüge, diese sorgen oftmals für Geschichten vom Hinfallen und Wiederaufstehen. Die Glasgow Rangers versuchen sich gerade daran und sind mit Platz eins nach drei Spieltagen Tabellenführer der Scottish Championship, Schottlands zweiter Liga. Wäre dies am Saisonende noch der Fall, hätten die Rangers ihre so sehnlich erwünschte Rückkehr ins schottische Fußballoberhaus geschafft. Ein anderes Kapitel der Fußballauferstehung in Schottland darf mit Fug und Recht Heart of Midlothian FC für sich in Anspruch nehmen. Der aktuelle Aufsteiger in die Scottish Premiership ist dort beileibe kein Neuling, eher ein Rückkehrer. Historische Daten von strahlender und finsterer Natur pflastern den Weg des Clubs aus der Hauptstadt Edinburgh und gehören zur Fußballgeschichte der stolzen Schotten. 1960 stand die Fußballsonne besonders hell über den Heart of Midlothian, in der Saison 1959/60 holte man den einzigen Meistertitel seiner Vereinsgeschichte. Über Jahrzehnte konnte man zwar den Schritt der Rangers und von Celtic nicht mithalten, gehörte aber mit dem FC Aberdeen und Dundee United zum etablierten Verfolgerfeld und Anwärter auf Platz drei, mit oftmaliger Teilnahme am UEFA Pokal. Weiterlesen

„Red Issue“ Ära beendet


Veröffentlicht am 24. Januar 2015

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Berühmt-berüchtigtes Fanzine von Manchester United stellt Erscheinen ein

Das gedruckte Papier hat es schwer. Der Kampf gegen Smartphone und iPhone ist ungleich. Nun hat es wieder eine Institution erwischt, das Manchester United Fanzine „Red Issue“ – Fans schreiben für Fans – hat am 21. Spieltag ausgedient, Nr. 295 war die letzte Ausgabe. Trauriger Tag für United-Fans in vielerlei Hinsicht. Bezeichnenderweise war an diesem Spieltag nämlich auch auf dem Platz für die Red Devils nichts zu holen, der Gast FC Southampton nahm mit einem 1:0-Sieg die Punkte aus dem Old Trafford. Was an diesem 11. Januar 2015 endete, hatte im Februar 1989 seinen Lauf genommen. Weiterlesen

Auf den Gabentisch – kurz vor Schluss


Veröffentlicht am 23. Dezember 2014

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Furioser Roman über Liverpool-Legende Bill Shankly

Statistiken behaupten, der Großteil der Fußballfans ist männlich und die Mehrheit der Leser von Romanen weiblich. Kurz vor dem Weihnachtsfest der Versuch einer Zusammenführung. David Peace ist einer der spannendsten Autoren unserer Zeit, seine Kriminalromane führen uns tief in den Abgrund menschlicher Taten, knapp die Sprache, düster die Handlung, es gibt kein Gut und Böse, jeder trägt Schuld. Der Leser braucht Nerven, dafür wird er nie gelangweilt. Aufwühlend und verstörend kommen diese Meisterwerke daher. Seine von realen Ereignissen angeregten Romane brennen unter der Haut, gehen an Grenzen. Wer das „Red Riding Quartett“ über den Yorkshire Killer oder die „Tokyo-Krimis“ gelesen, der war Gast in der Apokalypse. Ein leidenschaftlicher Schreiber ist dieser Brite aus Ossett. Mit weniger Blut aber gleichermaßen Spannung springt uns David Peace in Sachen Fußball an, seiner zweiten Obsession. Vor Jahren beschäftigte ihn die Trainerlegende Brian Clough in dem Roman „Damned United“, nun huldigt er einem anderen Trainerdenkmal, dem Schotten Bill Shankly. Ein Meisterwerk mit allem was Fußball ausmacht, ein Werk voller Leidenschaft, von Größe und tiefem Fall. „Red or Dead“ ist ein wunderbarer Fußballroman. Was will man mehr? Weiterlesen

Menschlich, allzu menschlich


Veröffentlicht am 17. November 2014

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Halbzeit bei der Schach WM

Unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit im WM-Kampf um die Schachkrone zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand, die mit Partie sieben beginnt, geistern Worte wie Fehler, Versagen und Schachblindheit vom Austragungsort Sotschi um die Welt. Differenzierter schreibende Zeitgenossen sprechen vom „psychologischen Moment, einem Mysterium“. Carlsen führt nach der Hälfte des Wettkampfes mit 3,5 zu 2,5 Punkten und hat seine beiden Siege in Partie zwei und Partie sechs auch Fehlern seines Gegenübers zu danken. Weiterlesen

7:1


Veröffentlicht am 9. Juli 2014

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90 Minuten bis zum Titel

„Was glänzt, ist für den Augenblick geboren – das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.“ (Goethe/Faust)

Die deutsche Nationalmannschaft hat einen glanzvollen WM-Abend hingelegt, ihr gehörte nicht nur der Augenblick, sie schrieb Geschichte und schuf etwas für die Fußball-Nachwelt. Dieser Halbfinal-Abend von Belo Horizonte wird die Zeiten überdauern, die Menschen des Fußballs werden sich an ihn erinnern. Deutschland wohl auf dem Weg zum Titel. Brasilien war ein toller Gastgeber, hat dem Sportsgeist Ehre und den Gästen Freude bereitet, dafür ist den großartigen Menschen am Amazonas zu danken. Das düstere Datum der Brasilianischen Fußballgeschichte hat nun einen Zwilling: 16. Juli 1950 = 08. Juli 2014. Was einst Uruguay gelang, wiederholte Deutschland, eine ganze Fußballnation zu lähmen. Die Zeit nagt an jedem auf andere Weise, die Brasilianische Nationalmannschaft wurde auf das bitterste von ihr eingeholt. Die Lähmung wird der Trauer und einem Scherbengericht weichen. Mögen die Menschen dabei nicht ihr Herz und ihre Seele verlieren. Es wird weiter Fußball gespielt, auch in Brasilien. Schon heute Argentinien gegen Holland. Ob ein Geniestreich von Messi oder eine Idee von van Gaal, am Ende wird es auch in dieser Partie einen Sieger geben und dann die Begegnung im Maracanã. Große Tage für den Fußball in Deutschland. Am Sonntag kann eine lange Zeit des Wartens vorbei sein.

Redaktion Magath & Fußball

Harry is back


Veröffentlicht am 26. Mai 2014

Harry Redknapp in der Trainerkabine Wembley

Harry Redknapp in der Trainerkabine Wembley

Harry Redknapp kehrt in die Premier League zurück

Nach Leicester City und dem FC Burnley sind nun die Queens Park Rangers als Sieger des Relegationsfinales in die Premier League aufgestiegen. Mit QPR kehrt auch Harry Redknapp – Legende unter den britischen Fußballmanagern – in die oberste Spielklasse zurück, zu deren Inventar er schon ewig zählt. Nach einem Jahr also der direkte Wiederaufstieg, nicht immer eine leichte Übung für den Absteiger aus der Premier League. Viele sind an diesem Kraftakt gescheitert. Redknapp wird mit 68 Jahren der Doyen unter den Premier League Trainern. Er hat Probleme mit dem Knie, vor Jahren Schwierigkeiten mit dem Herz. Dennoch machte er einfach weiter. Es wird auch von gewisser Lust auf Ruhestand gemunkelt. Darüber lacht Redknapp herzlich. Diesen Haudegen wirft nichts mehr um, weder ein malades Knie noch andauernde Gerüchte. Die Premier League könnte sich außerdem als Jungbrunnen erweisen. Weiterlesen

Die Nacht von Hamburg


Veröffentlicht am 23. April 2013

Glanz über dem Volksparkstadion beim 5:1-Sieg über Real Madrid

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Große Vereine haben große Tage und Nächte, Abende des Zaubers und der Fußballgeschichte. So auch der Hamburger Sportverein. Worte, wie „unvergessen“ und „legendär“ müssen dann her, um die Erinnerung zu beleben. Die dabei waren, sind oft schon um einiges älter als das Ereignis noch immer frisch. So einen Abend, der vom Hamburger Volksparkstadion über ganz Fußballeuropa strahlte, war der 23. April 1980. Es stand an, das Rückspiel im Europapokal-Halbfinale der Landesmeister gegen Real Madrid. Das Ziel für beide Team war klar, Finale der Königsklasse im „Estadio Santiago Bernabéu“, eben jener Heimstatt des Gegners Real, aus dem der HSV eine 0:2-Hinspielniederlage mitgebracht hatte. Real und ganz Madrid wollte dieses Endspiel vor 110.000 Madrilenen um jeden Preis, für die Spanier ein Spiel des Jahrhunderts und fest eingeplanter Triumph. Den Grundstein hatten sie gelegt. In den Augen der europäischen Fußballexperten würde es auch so kommen, dem HSV wurden eher kärgliche Außenseiterchancen eingeräumt. Weiterlesen