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Fehlende Bewegung


Veröffentlicht am 13. September 2015

„Wir müssen jetzt Lösungen finden. Aber das wird schwer. Es wird dieses Jahr kein Wunder geben. Nicht der, der den Ball hat, macht den Fehler, sondern der, der ihn bekommen soll. Es fehlt die Bewegung, defensiv und offensiv.“

(Lucien Favre, Luzerner Zeitung, 13. September 2015)

Ausblick


Veröffentlicht am 2. Januar 2014

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„Statistiken sind ganz schön, haben mich aber noch nie so recht interessiert. Ich lebe nicht in der Vergangenheit, ich beschäftige mich nicht damit, was ich alles schon erreicht habe. Ich orientiere mich immer nach vorne zur nächsten Auf­gabe. Wo auch immer ich im Fußball arbeite, will ich Erfolg haben und Meister werden. Diese Perspektive muss da sein. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich gebraucht werde und die Auf­gabe reizvoll ist, dann bin ich sofort bereit. Es kann im Ausland sein, es kann in verschiedenen Positionen sein. Ich habe mein ganzes Leben lang im Fußball verbracht, als Aktiver in der zweittiefsten Klasse gespielt, in der obersten Amateurliga, in der zweiten Liga und in der Bundesliga, habe meine Karriere mit dem WM-Finale 1986 beendet. Ich war Trainer im Amateurbereich, Co-Trainer und Chef­coach bei den Profis, habe als Trainer die Champions League erlebt. Suchen Sie mal jemanden, der über dieses breite Spektrum verfügt. Ich bin bereit. Ausschließen will ich gar nichts.“

(Felix Magath, Interview Nürnberger Zeitung, 1. Januar 2014)

Brasilien WM 2014 (IX) – Tiger mit dem Goldfuß


Veröffentlicht am 14. Dezember 2013

Arthur Friedenreich – Tore, Tore, Tore

Guter Recherche ist es zu verdanken, dass selbst Pelé heute noch leicht ins Stocken gerät, wenn von Arthur Friedenreich (rechts) die Rede ist. Auf 1.329 Tore soll dieser einst gekommen sein – hier leistet Südamerikakorrespondent Fritz Hack (links) wertvolle Aufklärungsarbeit.

Guter Recherche ist zu verdanken, dass selbst Pelé heute noch ins Stocken gerät, wenn von Arthur Friedenreich (rechts) die Rede. Der deutsche Journalist Fritz Hack (links) rechnet nach und liefert eine Zahl zum Staunen.

Pelé hebt den Finger – „1.000 Tore, dann möge man ihn ansprechen“. Mitleidig blickt er auf das Auditorium, wie oft soll er es eigentlich noch sagen! Gemeint sind vor allem Maradona und Messi und damit wohl alle Nachbarn aus Argentinien. Bester Spieler aller Zeiten, wie kann man daran zweifeln, Edson Edison Arantes do Nascimento schüttelt milde den Kopf. 1.281 Tore zieren immerhin die Krone auf dem Haupt von „O Rei do Futebol“. Sie werden es noch lernen! Altersmilde und mit sportlich federndem Gang geht der Mann davon, der als erster Profi die Fußballmassen um den ganzen Globus bewegte. Doch bei mancher Veranstaltung rufen ihm Reporter „Friedenreich“ nach, meistens sind es englische Journalisten, die immer etwas frecher und sowieso niemals Respekt vor einem Thron. Brasilianer wissen wer gemeint, Europäer stutzen und grübeln! Ein Runzeln der Stirn wischt dann für Augenblicke das legendäre Pelé-Lächeln weg, um sich sofort wieder einzufinden. Dann gibt’s auch von ihm gnädige Worte, ein „großer Mann“ oder „wunderbarer Spieler“ und Abgang von der Szene. Richtig böse bleibt er nicht, Leistung im Fußball hat er noch immer anerkannt. Diese sowieso – zumal noch ein Landsmann. Weiterlesen