Schlagwort-Archive: Ziel

Ende einer Geschichte


Veröffentlicht am 9. Mai 2018

„Es gibt viele Höhepunkte nach 22 Jahren. Ich glaube, ich komme auf 840 Premier League Spiele. Mein Ehrgeiz war es, mit Stil zu gewinnen. Das war immer mein Ziel. Es ist ein sehr trauriger Tag für mich. Ich kam hierher (Neubau Emirate Stadium), um die ersten Fotos zu machen, dann kamen die Lastwagen herein. Ich habe an und in jedem einzelnen Teil dieses Stadions mitgearbeitet, von Ihren Pressekonferenzen bis zum technischen Bereich, also ist es natürlich ein Teil von mir. Es ist eine Geschichte, die endet. Sie haben nicht viele Leute, die einen Club dieser Statur über 22 Jahre geführt haben. Ich werde jeden Moment schätzen, den ich hier war, aber es ist auch ein neuer Anfang für mich.“

(The Guardian, Arsène Wenger, Reportage Abschied Wenger, 6. Mai 2018)

Neue Leute


Veröffentlicht am 23. August 2015

„Vor der Sommerpause hatte Joachim Löw einen Umbruch angekündigt. Weltmeister-Bonus hin oder her, es braucht jetzt neue Leute. Eine EM-Qualifikation sollte keinen Vorwand für ein Festhalten an bewährten Kräften darstellen. Die WM 2018 ist das eigentliche Ziel.“

(Felix Magath, Kolumne, Express-Köln, 23. August 2015)

Titelsammler mit Brücke


Veröffentlicht am 29. Juli 2015

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Sjaak Swart ist Mister Ajax

Dieser Stürmer ist über die Grenzen seiner Heimat wenig bis gar nicht bekannt. Dennoch gebührt ihm die Ehre eines Brückennamens in Amsterdam, was nur der großen Ajax-Generation vergönnt. Es gibt zwölf Übergänge mit dieser Ehre. Als Hollands Nationalmannschaft dem Weg von Feyenoord Rotterdam und Ajax Amsterdam Richtung Weltklasse endlich folgte, hatte er seine Fußballschuhe gerade an den heimischen Nagel seiner Geburtsstadt Amsterdam gehängt. Jesaia Swart, als Spieler nur unter dem Namen Sjaak Swart geführt, hatte bis zu seinem Karriereende 1973 längst alles gewonnen, was einem Vereins-Fußballer Traum und Ziel. An Spielen hat er dabei auch den großen Johan Cruyff weit hinter sich gelassen, niemand trug das Ajax-Trikot öfter als er, 463 Partien bestritt Swart zwischen 1956 und 1973 für Hollands Eliteclub. In der ewigen Bestenliste der Torjäger seines Vereins rangiert der Stürmer bis heute auf Platz drei mit 175 Treffern. Bei den Titeln und Pokalen kommt man ins anerkennende Staunen. Dreimal wurde er mit Ajax Sieger im Europapokal der Landesmeister, einmal im UEFA Intertoto Cup, den europäischen Supercup stemmte er mit seinem Team zweimal in die Luft, den Weltpokal half er einmal zu erobern. National stehen acht Meisterschaften und fünf Pokalsiege zu Buche. Glanzvoller und glorioser lässt sich kaum eine Titelsammlung an. Ein Überflieger dieser Mann und jede Erinnerung an einen großen Sportler wert. Weiterlesen

König für eine Nacht


Veröffentlicht am 3. Juli 2015

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Helmuth Duckadam gegen den FC Barcelona

Bevor Weltmänner des Fußballs ihre Denkerstirn nebst voller Aufmerksamkeit dem Spielbetrieb des FC Barcelona widmeten, saßen auf dessen Trainerbank auch schon gewichtige Persönlichkeiten und manch bunter Gesell. Größen wie Helenio Herrera, Rinus Michels, Hennes Weisweiler, Udo Lattek oder César Menotti konnten dem katalanischen Traum vom Europapokal der Landesmeister nicht nahe kommen. Der sangesfreudige wie temperamentvolle Engländer Terry Venables führte Barça immerhin an die Tür zum Glück. Ihm gelang was den großen Namen zuvor verwehrt blieb: man erreichte das Endspiel im Landesmeistercup. Erst die zweite Finalteilnahme in diesem ehrwürdigen Wettbewerb für die stolzen Katalanen. 1961 war man im Finale an Benfica Lissabon gescheitert. Nun der zweite Anlauf. Am 7. Mai 1986 stand der FC Barcelona in Sevilla dem rumänischen Armeeclub Steaua Bukarest gegenüber. Ins Estadio Ramón Sánchez Pizjuán passten damals noch 76.000 Zuschauer, 1.000 rumänische Fans und 75.000 Spanier standen sich gegenüber. Star und unumschränkter König im Reich von Terry Venables war der zwischen Weltklasse und Phlegma pendelnde deutsche Mittelfeldlenker Bernd Schuster, geachteter Kapitän von Barça. In Barcelona richtete man vorsorglich zur Siegesfeier. Die Namen der rumänischen Spieler kannte man in Barcelona so wenig wie im Rest Europas. Als erster auf deren Spielbogen Torwart Helmuth Duckadam, immerhin frisch gebackener Nationaltorwart seines Landes. Helmuth wer? Weiterlesen

Felix Magath vor Partie gegen FC Millwall


Veröffentlicht am 15. August 2014

„Als ich im Februar begann, war die Situation offenkundig. Die Mannschaft war zu alt. Ich kam hierher, um eine neue Mannschaft aufzubauen. Es ist phantastisch mit jungen Spielern zu arbeiten und so nahm ich sechs Spieler aus unserer Nachwuchsakademie in den Profikader. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine junge und ehrgeizige Mannschaft aufbauen, die in der Lage ist, sich Richtung Premier League zu entwickeln. Das ist unser erklärtes Ziel. Wir waren nach dem Spiel in Ipswich enttäuscht. Aber wir haben intensiv über das Spiel gesprochen und wissen, was wir besser machen können, woran wir arbeiten müssen. Ich bin zuversichtlich und überzeugt, dass wir in der Lage sind, ein sehr gutes Spiel am Samstag abzuliefern. Wir freuen uns auf die Partie, wollen das Heimspiel gegen Millwall gewinnen und die ersten drei Punkte holen. Kostas Mitroglou und Bryan Ruiz sind beides Spieler, die uns gezeigt haben, dass sie auf höchsten Niveau spielen: Bryan Ruiz bei der Weltmeisterschaft und Mitroglou in der Champions League. Es könnte sein, dass sie den Verein in den nächsten Tagen verlassen. Mein Gegenüber bei Millwall, den Trainerkollegen Ian Holloway schätze ich sehr. Ich traf ihn vor einiger Zeit auf einer Trainertagung. Er ist ein Kämpfer und Arbeiter, er liebt und lebt Fußball so wie ich es auch mag und ich wünsche ihm für die Saison alles Gute.“

(Craven Cottage, Pressekonferenz, 15. August 2014)

Auf ein Wort mit der Mallorca-Zeitung


Veröffentlicht am 29. November 2013

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Ziel vor Augen

„Ich hatte eine lange und gute Karriere. Ich bin glücklich, dass ich so vielen Vereinen helfen konnte. Da möchte ich mich jetzt nicht in ein Abenteuer stürzen. Das habe ich oft genug gemacht. Das Engagement in Frankfurt etwa war ein Harakiri-Auftrag. Die Eintracht stand ja katastrophal da. Aber wenn jemand kommt und ein Ziel vor Augen hat, möchte ich gerne noch einmal helfen. Ich habe fast alle Ziele erreicht, bis auf einen Champions League-Sieg. Ich warte noch auf einen Verein, der sich zutraut, gegen Bayern, Real Madrid, Barcelona und Manchester United zu bestehen. Ich will nur im Einklang mit dem sein, was die Vereinsoberen wollen. Wenn ein Verein kommt und sagt: ´Wir wissen zwar, dass du Meister werden willst, aber wir sind froh, wenn wir Elfter werden´, dann mache ich das nicht.“

Klare Verhältnisse

„Für klare Verhältnisse mit einem einzigen Verantwortlichen bin ich zu haben. Schwierig ist es, wenn verschiedene Menschen mitreden. Wenn irgendwo ein Präsident ist und dazu noch ein sportlich Verantwortlicher, der sagt: ´Wir beide machen das, und wenn wir es nicht schaffen, dann gehen wir beide´, sage ich sofort: ´Bravo, da mache ich mit´. Aber auf die Nummer, wie sie in Deutschland abläuft, habe ich keine Lust. Da entlassen immer die sogenannten Manager die Trainer, wenn es eng wird, und behaupten, der Trainer war leider zu schlecht, und er hat diese und jene Fehler gemacht. Und dann heißt es: ´Jetzt wird alles besser´. Dann wird 14 Tage lang alles besser, aber ein Jahr später geht dasselbe Spiel von vorne los. Das Geschäft hat sich so entwickelt. Das ist immer die einfachste Lösung. Damit kommt man aber auf lange Sicht nicht vorwärts.“

Andere Gewichtung als  Joachim Löw

„Ich war immer gern Vereinstrainer und mache das lieber, weil ich lieber Spieler entwickle als eine Truppe zusammenzustellen und bei Laune zu halten. Das macht der Jogi Löw wunderbar. Ihre Frage, ob es einen Titel mit ihm gibt, das kann ich Ihnen nicht sagen. Aber eigentlich sollte jeder, aus dem was er macht, lernen. Und wenn er mal zurückschaut, ändert er vielleicht mal was. Er hat eine andere Spielauffassung als ich. Ich bin nicht gegen Löw. Ich gewichte nur anders. Fußball ist für mich zum einen, Tore zu schießen und zu verhindern. Und zum anderen Zweikämpfe. Aber die Tendenz geht mittlerweile dahin, keine Zweikämpfe mehr zu führen, weil in der Bundesliga so elendig gepfiffen wird. Es ist eine Wohltat, sich in England Fußball anzuschauen. Aber wenn bei jedem Körperkontakt gleich einer auf dem Boden liegt und der Schiedsrichter schon pfeift, bevor es zur Berührung kommt, dann wird das dem Fußball nicht gerecht. Das war ein Spiel für die sogenannten Proletarier. Für die unteren Schichten, die sich durchgeboxt haben. Dieser Charakter hat das Spiel groß gemacht.“

Aufgeblähte Champions League

„Das Grundproblem ist, dass man die Champions League so aufgepumpt hat. Da verdienen Bayern, Madrid oder Barcelona jedes Jahr 50, 60 Millionen Euro. Dadurch haben sie einen so großen wirtschaftlichen Vorteil, dass es Heuchelei ist, zu sagen, die Liga sei ein gerechter Wettbewerb. Deswegen sage ich: Seid doch ehrlicher und macht eine Europa-Liga! Die anderen Vereine in Deutschland werden den FC Bayern nicht mehr einholen. Der spielt seit 20 Jahren in der Champions League. Wie sollen denn da Freiburg und Augsburg mithalten? Bayerns Vormachtstellung ist nicht zu verhindern und wird auf Jahre anhalten. Dortmund konnte als letzter Verein noch mithalten, aber das ist seit vergangener Saison vorbei.“

(Felix Magath, Interview Auszüge, Mallorca Zeitung, 28. November 2013)

Leistungswille


Veröffentlicht am 19. April 2013

„Für Menschen in schwierigen Situationen ist es einfacher, glasklar ein Ziel zu formulieren und dafür große Leistungen zu erbringen, als wenn einer im Paradies lebt.“

(Felix Magath, Interview Focus, 19. August 2012)