Schlagwort-Archive: Zukunft

Zukunft


Veröffentlicht am 11. Dezember 2017

„Damit werde ich mich in nächster Zeit beschäftigen und mir in Ruhe Gedanken machen, wohin ich eigentlich will. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im Fußball zu arbeiten. Es muss  nicht unbedingt als Vereinstrainer sein. Aber ich würde auch nicht ausschließen, mal außerhalb des Fußballs etwas zu machen. Und damit meine ich nicht TV-Experte, die gibt es ja schon zuhauf.“

Felix Magath, Dezember 2017

Was ist los im Königreich Mourinho?


Veröffentlicht am 15. Oktober 2015

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Fußball-England wundert über den FC Chelsea und blickt auf dessen Trainer

Man muss José Mourinho nicht in Schutz nehmen, seine Erfolge geben dem anschwellenden Zorngesang deutliche Antwort. Als verantwortlicher Cheftrainer oder Manager hat er in seiner Heimat zwei Meistertitel mit dem FC Porto geholt, drei in England mit dem FC Chelsea, zwei in Italien mit Inter Mailand und einen mit Real Madrid in Spanien. Dazu gesellen sich mit Porto und Inter zwei Champions League Siege und einer im UEFA Cup. Mit jedem dieser vier Clubs konnte er auch den heimischen Landespokal und den jeweiligen Supercup gewinnen. 22 Titel darf er sein eigen nennen, für 15 Berufsjahre keine schlechte Bilanz. Er hatte noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet, als er bereits 100 Champions League Spiele auf seiner Habenseite verbuchen konnte. Niemals hat ein Trainer in England mehr Punkte eingefahren als er es in der Meistersaison 2004/2005 tat, Chelsea schloss mit 95 Zählern ab. Titel wie Welttrainer und Europas Trainer des Jahres flatterten ihm mehrmals ins Haus. Wer wollte es diesem Mann verdenken, wenn er dem Absender einer dummen Frage die Nutzung von Google ans Herz legt. Hätte es Google schon gegeben, diese Antwort wäre sicher auch im Köcher von Ernst Happel auffindbar gewesen. Wie Happel verachtet Mourinho jene Machart der Berichterstattung, die ohne fachlichen Hintergrund Urteile und Wertungen im Stakkato-Takt liefert. Auf der anderen Seite füttert er genau diese Art Berichterstattung mit Vorliebe und hat diebisches Vergnügen, wenn er zitierfähiges Material streut. Eine eckige Persönlichkeit dieser José Mário dos Santos Félix Mourinho. Stromlinienförmig geht anders, Beliebigkeit ist Mourinhos Sache nicht. Weiterlesen

Oranje farblos


Veröffentlicht am 9. September 2015

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Niederlande als großer Verlierer des Mega-Spieltags der EM-Qualifikation

Deutschlands Nationalmannschaft in Blüte, wenn auch noch mit kleineren Baustellen versehen. Gegen die Sorgen mancher Fußballnationen eher Petitessen. Ein Nachschlag nebst Titelgewinn bei der EM 2016 liegt daher durchaus im Bereich des Möglichen. Es zeichnet sich kein unüberwindbarer Mitbewerber ab, den das DFB-Team wirklich fürchten muss – Titelverteidiger Spanien, Gastgeber Frankreich und bärenstarke Österreicher wohl Stand heute noch am ehesten in der Lage, der deutschen Mannschaft ein Bein zu stellen. Die Jungs von Joachim Löw können sich aber wahrscheinlich nur selbst schlagen, der Weltmeister scheint gerüstet und die Favoritenbürde gut zu tragen. Das Turnier im nächsten Jahr wird letztendlich Antwort geben. Eine Nation war oft an Deutschlands Favoritenseite und bei großen Turnieren stets ein heißer Kandidat für hohe Weihen, die Niederlande. Diese ist nun tief gefallen. 23 Teilnehmer aus 53 Ländern werden in der Qualifikation ermittelt, es war wohl niemals leichter, eine EM-Endrunde zu erreichen. Dennoch scheint diese flache Hürde für unsere holländischen Nachbarn deutlich zu hoch. Was ist geschehen? Weiterlesen

Intelligenz vs. Werksklubs


Veröffentlicht am 10. August 2015

„Ich jammere nie. Natürlich macht einem Trainer diese Entwicklung Sorgen. Wenn Wolfsburg einen Spieler von uns will, hat es nicht mal Sinn, zu kämpfen. Da verlieren wir nur Zeit. Wir können nur eines tun: uns auf die Zukunft vorbereiten! Wir müssen Spieler wie Dahoud, Schulz oder unseren neuen Verteidiger Christensen und Elvedi so präparieren, dass sie irgendwann Topniveau haben. Ich weiß, dass wir in Gladbach keine andere Wahl haben, und ich freue mich auch auf diese Entwicklungsarbeit. Wenn wir gegen die Werksklubs eine Chance haben wollen, müssen wir sehr intelligent sein.“

(Lucien Favre, Süddeutsche Zeitung, Interview, 8./9. August 2015)

Dominanz in Ligue 1


Veröffentlicht am 9. Oktober 2014

Marcelo Bielsa haucht Olympique Marseille neues Leben ein – Favoriten hinken hinterher

Wie einst Winston Churchill im Krieg, vermittelt auch Marcelo Bielsa in seinem Schaffen den respektheischenden Eindruck, er lebe wie drei Personen, die sich den Tag untereinander aufteilen, um das Pensum an Arbeit zu bewältigen. Mit Akribie und Besessenheit übt der Argentinier den Trainerberuf aus. Seine Arbeit hat ihm kollegiale Anerkennung auf dem Fußball-Globus eingebracht. Von Óscar Tabárez und Diego Simeone über Pep Guardiola und Felix Magath bis zu Carlo Ancelotti und Vicente del Bosque reicht das Spektrum der Wertschätzung. Für Guardiola „der beste Trainer der Welt“. Ob bei den Newell’s Old Boys in Argentinien, der Nationalmannschaft seiner Heimat und der von Chile oder dem baskischen Club Athletic Bilbao, überall sind sich Fußballliebhaber einig, mit Marcelo Bielsa hat ein außergewöhnlicher Fußballlehrer dem Sport gedient und seine charismatichen Spuren hinterlassen. Weiterlesen

Post an Magath


Veröffentlicht am 19. September 2014

Zuschriften an Felix Magath nach Beendigung des Fulham-Engagements

Connor McDonagh: „You are a top manager Felix, all the best for the future!“

Jens Brueggemann: „Alles Gute für die nächste Herausforderung.“

Daniel Sprich: „Alles Gute für die Zukunft. Und ich hatte immer mal gehofft ihnen in London über den Weg zu laufen.“ Weiterlesen

Sinnbild Fußball


Veröffentlicht am 13. August 2014

Peter Handke.

Peter Handke.

 „Wie alles, was rund ist, ist auch der Fußball ein Sinnbild für das Ungewisse, für das Glück und die Zukunft.“

(Peter Handke, Schriftsteller und Dichter, „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“, 1970)

Ipswich Town – Fulham FC 2:1 (1:0)


Veröffentlicht am 9. August 2014

Tim Hoogland erzielte bei seinem Pflichtspiel-Debüt für Fulham den späten 1:2-Anschlusstreffer.

Tim Hoogland erzielte bei seinem Pflichtspiel-Debüt für Fulham den späten 1:2-Anschlusstreffer.

Sky Bet Championship Saison 2014/15, 1. Spieltag

Aufstellung Ipswich Town

Gerken – Mings, Smith, Berra, Chambers – Tabb, Skuse (70. Wordsworth), Hyam (82. Bru), Hewitt – Murphy, Bajner (43. McGoldrick)

Trainer: Mick McCarthy

Aufstellung Fulham FC

Joronen – Stafylidis, Burgess, Bodurov, Hutchinson (74. Roberts), Hoogland – Hyndman, Parker, David (46. Eisfeld) – McCormack (57. Woodrow), Dembele

Ersatzbank: Bettinelli, Burn, Eisfeld, Roberts, Fotheringham, Woodrow, Rodallega

Trainer: Felix Magath

Statistik

Tore: 1:0 Murphy (32.), 2:0 McGoldrick (61.), 2:1 Hoogland (86.)

Gelbe Karten: Ipswich Town (Hyam, Mings, Berra)

Schiedsrichter: Steve Martin

Zuschauer: 17.200 (Portman Road, Ipswich)

Statement Felix Magath

„Sie sehen mich nicht glücklich wegen des Ergebnisses, aber ich bin froh über unsere Leistung heute. Es hat sich meiner Meinung nach gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wussten, es wird ein sehr schwieriges Spiel für uns, Ipswich Town hat so gut gespielt wie wir es erwartet haben. Wir haben eine Menge junger Spieler. Unsere Spieler aus der Jugendakademie haben mit solchen Angriffen und dieser Gegenwehr noch keine Erfahrung, sie müssen sich daran gewöhnen. Es war eine gute Lehre für sie. Der Schiedsrichter lässt die Dinge weiter laufen, so verloren wir einige Zweikämpfe und somit, meiner Meinung nach, das Spiel. Nicht die gesamte Zeit, aber in vielen Perioden, vor allem vor dem ersten Tor hatten wir die Kontrolle über das Spiel und wir spielten bis dahin sehr gut. Nach dem Rückstand waren wir ein bisschen zu nervös, so dass wir unsere Linie verloren haben und leider kam dann das zweite Gegentor zu früh in der zweiten Hälfte. Am Ende bin ich nicht unzufrieden mit unserer Leistung und ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und ich mache mir keine Sorgen über die Zukunft. Sie werden sehen, die jungen Spieler werden sich stetig verbessern. Jeder will Chancen für junge Spieler. Ich gebe diesen jungen Spielern die Chance zu spielen und sich zu entwickeln, und ich fühle mich gut dabei, und die Spieler fühlen sich wohl und sind froh, und mit dieser Einstellung werden wir unseren Weg weitergehen. Das einzige, was ich will, ist der Aufstieg in die Premier League. Ich mag die Herausforderung als Manager in der Championship. Für mich ist es eine neue Situation, und ich bin zufrieden, aber ich möchte nicht, dass wir ein paar Jahre in der Championship spielen, auch wenn Ipswich eine sehr schöne Stadt ist! Nächste Woche im Heimspiel gegen Millwall haben wir eine neue Chance und Sie werden sehen, die Jungs werden ein gutes Spiel machen. Und warum sollten wir nicht gewinnen?“

Tabellensituation nach Spieltag 1

Fulham FC | Platz 17 – 0 Punkte, 1:2 Tore, 1 Spiel

Redaktion Magath & Fußball

Weisweiler und Magath


Veröffentlicht am 26. Juni 2014

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„Der Fußball von damals unterscheidet sich vom heutigen doch sehr. Am ehesten wäre vielleicht Felix Magath mit Hennes Weisweiler zu vergleichen. In seiner Charakterisierung des Trainerberufs, in seinem Berufsverständnis. Magath schimpft ja regelmäßig, dass immer mehr Leute Einfluss auf die Mannschaft haben, während der Einfluss des Trainers schwindet. Weisweiler war ebenfalls leidenschaftlich von sich selbst und seinem Beruf überzeugt. Er hat früh erkannt, dass die Zukunft des Spiels von der Athletik der Spieler bestimmt wird und hat deshalb wie Magath größten Wert auf die komplette Fitness seiner Profis gelegt.“

(H. J. Weskamp, Mitautor „Hennes Weisweiler“, Interview Die Welt, 22. Juni 2014)