Schlagwort-Archive: Seria A

Tabellenführer mit besten Aussichten


Veröffentlicht am 29. September 2014

In Europas Eliteligen bevölkern alte Bekannte die Tabellenspitze

Die Spieltag-Hürde Aston Villa mit einem 3:0-Heimsieg problemlos gemeistert. José Mourinho kann dieser Tage mit breiter Brust daherkommen. Sein FC Chelsea ist souveräner Tabellenführer der Premier League. Auf den Fersen, mit nur drei Punkten Rückstand, der FC Southampton. Niemand glaubt allerdings an das Durchhaltevermögen der Mannschaft aus dem Süden Englands. Die eigentlichen Mitfavoriten – angeführt von Titelverteidiger Manchester City – verlieren die Tuchfühlung zum Club von der Stamford Bridge, leisten sich Punktverlust auf Punktverlust. ManCity mit fünf und Arsenal mit sechs Punkten Rückstand haben den FC Chelsea noch knapp im Blick, die Teams von Manchester United, vom FC Liverpool und von Tottenham Hotspur liegen momentan nicht einmal auf Champions League Rängen, hinken dem Tabellenführer wie den eigenen Ambitionen hinterher. Der FC Chelsea auch eine Torfabrik, den stolzen 16 Punkten aus sechs Spielen gibt man noch 19 Tore bei. Einen Durchmarsch zum englischen Titel hat das Team des Portugiesen durchaus drauf, egal wer sich aus dem stolpernden Verfolgerfeld noch berappelt. Weiterlesen

Aufsteiger


Veröffentlicht am 2. September 2014

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Neulinge haben es schwer, oft kein Geld, brauchen einiges an Mut

In Europas Top-Ligen sind die Aufsteiger nicht bereit für die Schlachtbank der „Großen“. Die angeblich „Kleinen“ machen mobil und wehren sich ihrer Haut. Die Kapitäne der wagemutigen Neuankömmlinge heißen in der Bundesliga Uwe Hünemeier, Miso Brecko, in der Premier League Clint Hill, Wes Morgan, Jason Shackell, in der Primera División Txema Añibarro, Manuel Pablo, Abel Gómez und in der Seria A Davide Moro, Édgar Barreto, Riccardo Cazzola. Allesamt lokale Protagonisten, keine Namen aus dem gleißenden Scheinwerferkegel der Weltbühne Fußball. Ein Blick auf die grauen Vereinsmäuse des Fußballs, die oft lebendiger als so manch bunter Tiger, lohnt immer. Er verrät oft mehr über die Beschaffenheit einer Liga und deren Qualität, als der sture Tunnelblick auf die großen Tiere des Fußballuniversums. Oft erklären eben die kleinen Dinge die großen Angelegenheiten, Isaac Newton fiel schließlich ein Apfel auf den Kopf und kein Planet. Weiterlesen

Tiziano Crudeli – der lebendige Vesuv


Veröffentlicht am 5. März 2014

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Studiowände wackeln und Herzen schlagen höher

Seit Frank Sinatra weiß man was gutes Entertainment, es will gelernt sein. Dem Italiener liegt es im Blut, sei es auf der Bühne, einem Fußballplatz, dem Rednerpult oder einem TV-Studio. Pressesprecher italienischer Fußballvereine können in mehreren Sprachen Stakkato-Sätze abfeuern, wenn es gilt, die Vorzüge ihrer jeweiligen Vereine anzupreisen. Selbst Alex Ferguson gönnte solchem Wortschwall einst erstaunte wie anerkennende Seitenblicke. Manch Pressesprecher eines deutschen Vereins fürchtet sich dagegen vor der eigenen Sprache und der Deutlichkeit des Wortes, zittert sich gedankenfrei durch den Tag. Blasse Harmlosigkeit als Markenzeichen. Nur nicht auffallen! Da staunt der italienische Kollege. Was sollte er, nicht auffallen!? Das würde den Gang in langweilige Bedeutungslosigkeit zur Folge haben, weil ja auf Seiten der Berichterstatter in Italien noch lauter getrommelt, gebrüllt, gesiegt und gelitten wird. Nicht möglich, aber ja! Auf der Reporter-Seite sitzen wortgewaltige Schwergewichte. Manchmal wechseln diese auch die Seiten, die Grenzen dabei immer fließend. Dafür bekommt man dann gleich ein besonderes Paradebeispiel präsentiert, der Laute der Lautesten, das überflutende Fußball-Herz schlechthin. Jener, nebenher eine Art Pressesprecher des AC Milan und leidenschaftlicher TV- und Rundfunkmann, ist die vulkanartige Reporterlegende der Seria A: Tiziano Crudeli. Tiziano wer? Ein Name wie von Botticelli gemalt. Tiziano Crudeli. Weiterlesen

Árpád Weisz


Veröffentlicht am 8. November 2013

Der Ungar mit den drei Scudetto

Gedenktafel für Árpád Weisz in Mailand

Gedenktafel für Árpád Weisz in Mailand

Das Gegenteil von Gleichgültigkeit ist Erinnerung. Jahrzehnte nach seinem Tod attestierte man ihm, er wäre seiner Zeit voraus gewesen. Erfolgreiche italienische Trainer beriefen sich lange auf seine Methoden. Árpád Weisz sah und behandelte den Fußball ganzheitlich, überließ nichts dem Zufall. Heute ist der Mann außerhalb von Mailand und Bologna fast vergessen, dort wird inzwischen ehrend an ihn gedacht. Die Vereine Inter Mailand und der FC Bologna zollen Respekt. Weisz Schicksal ist in anderen Fußballkreisen dagegen kaum noch bekannt, nur Insidern oder Historikern ein Begriff. Mit drei gewonnenen Meisterschafen zählt Weisz bis heute zu den erfolgreichsten Trainern der Serie A Geschichte. Weiterlesen