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Bayrische Vorführung


Veröffentlicht am 22. April 2015

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Porto auf Normalmaß gestutzt, Barca problemlos weiter

Es hätte ein spannender Fußballabend werden sollen. Erstmals in dieser Saison standen Pep Guardiola und sein FC Bayern mit dem Rücken zur Wand, wirkten angezählt nach der durchaus überraschenden 1:3-Niederlage in Porto vor Wochenfrist. Viel wurde gerätselt über den Formzustand der Münchner, bei denen der Ausfall der beiden Tempodribbler Arjen Robben und Franck Ribéry gerade in der Champions League doch größere Spuren hinterlassen hatte. Ohne die unwiderstehlichen Antritte des Niederländers und die Schlitzohrigkeit des Franzosen wirkten die Bayern im Drachenstadion ebenso seltsam ideenlos wie notorisch ungefährlich. Es hatte den Anschein, als sei der Rekordmeister durch das Fehlen seiner beiden Fixpunkte auf den Außenbahnen seiner Attraktionen beraubt, das Offensivspiel der Ballbesitzmaschine darbte ganz offensichtlich vor sich hin, Überraschungsmomente Fehlanzeige. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, leisteten sich die Münchner Defensivspezialisten drei haarsträubende Böcke, die allesamt jeweils einen Gegentreffer nach sich zogen. Demgegenüber hatte der FC Porto im Hinspiel natürlich einen absoluten Sahnetag erwischt, war vorne wie hinten präsenter und kurzum ein hochverdienter Sieger. Zweifel am vierten bajuwarischen Halbfinaleinzug in Serie waren umhin allemal berechtigt. Im Rückspiel in der Allianz Arena genügten jedoch nicht mehr als 26 Minuten, um diese vollständig zu zerstreuen. Wie eine Lawine brach ein bis in die Haarspitzen motivierter FC Bayern über hasenfüßige Portugiesen herein, die so ziemlich alles vermissen ließen, was im Vorfeld bei Mannschaft und Trainer zu überhöhten Lobpreisungen geführt hatte. Schon mit dem Halbzeitpfiff war für den neutralen Fußballbeobachter jedwede Spannung dahin. Weiterlesen

Felix Magath im Doppelpass


Veröffentlicht am 5. August 2013

„Der FC Bayern hat letztes Jahr so gut wie noch nie gespielt. Ich bin nicht der Meinung, dass es jemandem gelingt, die Bayern noch besser zu machen. Pep Guardiola hat das Problem, dass er eine Mannschaft übernommen hat, die alle Titel abgeräumt hat. Dass sich ein spanischer Trainer einen spanischen Spieler geholt hat, sehe ich durchaus als Problem. Er wird mit Thiago ein Problem bekommen, weil entweder die anderen Spieler sauer sind, weil er immer spielt oder weil Guardiola ihn nicht spielen lässt und dann Fragen über die Ablöse kommen. Wenn er Spieler, die erfolgreich waren, auf einmal woanders hinstellt, haben die logischerweise wenig Verständnis dafür und ziehen nicht so mit. Das birgt Gefahren. Pep Guardiola hatte in Barcelona seine Spieler und die wird er auch bei den Bayern haben. Etwaige Unruhen müssen ihn erstmal nicht stören.“

„Ich glaube, man hatte in Dortmund die Absicht Robert Lewandowski gehen zu lassen. Der Götze-Wechsel hat das aber verändert. Daher denke ich, es war richtig vom Verein, Stärke zu zeigen und den Spieler nicht abzugeben. Robert Lewandowski ist natürlich gefangen in seinen Gefühlen, und dann bringt er nicht seine Leistung. In Dortmund gab es ja nie Misstöne, aber das könnte sich jetzt ändern. Dortmund wird nicht so stark sein wie in der Vergangenheit. Auch weil die Integration der Neuen noch Probleme bereiten wird.“

(Felix Magath, Doppelpass bei Sport1, 4. August 2013)